Kolbermoor – Seit 1919 gibt es in Deutschland die Arbeiterwohlfahrt (AWO). Die AWO Kolbermoor ist jünger: Sie wurde nach dem Zweiten Weltkrieg wiedergegründet; aus der Zeit vor dem Krieg gibt es keine Unterlagen. Aber die Vorbereitungen zum „100-Jährigen“ laufen auch schon in Kolbermoor.
Es wird im nächsten Jahr einen Kabarettabend mit Chris Boettcher geben, dazu Infostände im Mareissaal. Vor allem aber hält die Arbeiterwohlfahrt ihr Programm am Laufen, bei dem die Senioren ganz groß im Vordergrund stehen.
Da gibt es einiges zu tun für die Vorstandschaft, umso mehr als die Vorsitzende Marlene Heinrich im Juli die Vorstandschaft „wegen Unstimmigkeiten“ verlassen hatte. Katharina Nebauer, ihre Stellvertreterin, wurde kommissarische Vorsitzende – und sie ist in Personalunion auch Leiterin des Altenclubs. Sie organisiert die regelmäßigen Seniorenclub-Tanznachmittage, Ausflüge, Feiern zu Weihnachten, Fasching und Muttertag. Es gibt den Kegelclub, die Nadelwerkstatt im Bürgerhaus, den Nähtreff und weitere gesellige Veranstaltungen im Mareiskeller. Stolz ist die Arbeiterwohlfahrt, so ihr Ehrenvorsitzender Jochen Mateka, vor allem auch auf die „Fahrten der guten Herzen“. Dort nehmen Privatleute aus Kolbermoor die Senioren in ihrem Privatwagen mit, was zu vielen persönlichen Kontakten führt. Zusammen mit der Diakonie lud man auch schon zum Törggelen-Nachmittag in das Bürgerhaus Mangfalltreff. Zahlreiche weitere Veranstaltungen, zusammen mit anderen Vereinen, wurden stets durchgeführt. Aber auch an die Jugend denkt man. So beteiligte man sich früher am Kolbermoorer Kinder- und Jugendtag; es gab Schülerpaten an der Adolf-Rasp-Schule. Auch für das Ferienprogramm der Stadt Kolbermoor hat die AWO stets Angebote.
Seit mehr als 70 Jahren steht der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt Kolbermoor im Dienste der Menschlichkeit – das „70-Jährige“ wurde vor zwei Jahren groß gefeiert. In den Anfängen nach dem Krieg waren Care-Pakete, Brennstoffe und viele sonstige lebensnotwendige Dinge verteilt worden, um die größte Not zu lindern. Die Kinder und Jugendlichen, die damals auch in Kolbermoor so gut wie alle unterernährt waren, wurden zur Erholung geschickt. fl