Kolbermoor – Sie sorgen für den weihnachtlichen Glanz in der Stadt: Tannen und Fichten, die von den Mitarbeitern des städtischen Bauhofs Kolbermoor momentan aufgestellt und mit Hunderten von Lichtern geschmückt werden. Einige der Bäume „stehen“ das ganze Jahr über, die meisten werden aber eigens aufgerichtet. Einige davon – auch der mit gut zwölf Metern größte vor dem Rathaus – stammen wieder aus Kolbermoorer Gärten. Sie wurden gespendet, weil sie ihren Gartenbesitzern zu groß geworden waren.
Die Blaufichte vor dem Rathaus stammt, so Bauhofmitarbeiter Günther Hof-stetter, aus einem Garten an der Flurstraße. Von der Bodenseestraße kommen die Bäume vor der Musikschule und der Feuerwehr Pullach. „Aus eigener Zucht“, also aus städtischem Wald in Schlarbhofen, stammen die rund vier Meter hohen Fichten für die Pauline-Thoma-Schule und den Alten Friedhof. Nur geschmückt werden müssen die Bäume im Neuen Friedhof und am Siedlerplatz: Sie sind hier fest verwurzelt.
Die allerersten Vorarbeiten für die Aktion haben, so Evelyn Grassl vom Bauhofbüro, bereits im August begonnen: Mit dem Sichten des Materials und den etwaig erforderlichen Nachbestellungen. Allein das Prüfen der Lichter dauert rund eine Woche. Auftakt für die „sichtbaren“ Weihnachtsvorbereitungen war für die sechs Mitarbeiter des Bauhofs vor einer Woche mit dem Abschneiden der rund zehn Meter hohen Blautanne und dem Aufstellen vor der Musikschule. Dann ging es munter weiter – es warteten ja auch die Sterne für die Straßenbeleuchtung und die Überspannungen über die Straßen auf das Aufhängen. Dann ging es gleich an das Anbringen der Lichterketten: Fast 500 Kerzen trägt allein der Baum vor dem Rathaus. „Alle mit Liebe angebracht“, betont Christian Staudinger vom Bauhof.
Sind die Bäume geschmückt, wird im Zentrum weitergearbeitet: an der Beleuchtung des Christkindlmarkts. Hier werden ab Montag auch die Hütten aufgebaut und geschmückt. Zwei bis drei Tage plant man für diese Arbeit – bis zur Eröffnung des Kolbermoorer Christkindlmarkts am Freitag, 30. November, 17 Uhr (offizieller Auftakt ist um 18 Uhr), ist auf jeden Fall alles bereit. Dann freuen sich die Mitarbeiter des Bauhofs ganz bestimmt, wenn sie wieder – beim Einschalten der Lichter – ein vielstimmiges „schee is!“ aus der Besucherschar hören. fl