Kolbermoor – Das Wasserwerk Kolbermoor will die Wasserzähler in den städtischen Objekten, die in den nächsten Jahren turnusgemäß zu ersetzen sind, durch elektronische Wasserzähler ersetzen. Das bedeute einmal eine Zeitersparnis beim Zählerablesen, so die Verwaltung, und zum anderen verlängere sich die Eichdauer von sechs auf zwölf Jahre. „Das wollen wir eventuell ausprobieren,“ so Bürgermeister Peter Kloo, die Zähler seien allerdings momentan noch sehr teuer. Wenn das eingeführt würde, habe man diesbezüglich keine Hürden. Private Gebäude sind nicht betroffen.
Beim Einsatz eines elektronischen Zählers muss allerdings das im Mai in Kraft getretene Datenschutzgesetz beachtet werden. Der Stadtrat sprach sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig dafür aus, dass die Wasserabgabesatzung der Stadt in diesem Sinne geändert wird.
So wird festgelegt, dass die Stadt berechtigt ist, elektronische Wasserzähler mit oder ohne Funkmodul einzusetzen und zu betreiben. Dabei dürfen nur Daten gespeichert und verarbeitet werden, die zur Erfüllung der Wasserversorgung und zur Gewährleistung der Betriebssicherheit und der Hygiene erforderlich sind.
Die Daten dürfen nur verwendet werden zur regelmäßigen oder zur Zwischenabrechnung oder etwa zur Aufklärungen von Störungen im Wasserversorgungsnetz der Stadt. Die im Zähler gespeicherten Daten sind spätestens nach 500 Tagen zu löschen. fl