Cohu

Raum für 200 zusätzliche Mitarbeiter

von Redaktion

„Wir freuen uns, dass es so schnell geht.“ Mit diesen Worten bewertete Stadträtin und Dritte Bürgermeisterin Dagmar Levin im Kolbermoorer Bauausschuss den vorgelegten Plan zum Anbau eines Bürokomplexes an das Cohu-Firmengebäude in der Geigelsteinstraße.

Kolbermoor – Wie berichtet, wird das Unternehmen Multitest, das 2018 erst von XCerra, dann von Cohu übernommen wurde, wohl Ende 2019 Geschichte sein. Von den rund 400 Mitarbeitern in Rosenheim wechseln 200 zu Rasco/Cohu Kolbermoor, 200 sollen ihren Arbeitsplatz verlieren, hieß es.

Für die neuen Mitarbeiter braucht es mehr Platz, deshalb reichte die Firmenleitung der Rasco GmbH jetzt einen Antrag auf Anbau eines zweigeschossigen Bürogebäudes mit Übergang zum Bestandsgebäude ein. Im Neubau sind Räumlichkeiten für Verwaltung, Entwicklung und Besprechung geplant. Nach Ausführungen der Verwaltung handelt es sich bei dem Gebäude um einen Sonderbau mit einer Länge von 51,8 Metern und einer Breite von 48,5 Metern und einer Höhe von acht Metern. Zulässig ist das geplante Flachdach.

Der Verbindungsflur zwischen Hauptgebäude und Neubau ist 14,7 Meter lang und 4,38 Meter breit.

Im Bauausschuss wurde jetzt der Antrag auf Anbau eines Bürogebäudes mit Übergang zum Bestandsgebäude behandelt.

Auf dem Grundstück werden insgesamt 252 Stellplätze nachgewiesen – „weit mehr als erforderlich“, so die Verwaltung.

Weiterhin sind derzeit im Bestand 14 Fahrradabstellplätze vorhanden, gemäß der Stellplatzsatzung werden zusätzlich weitere 24 eingerichtet.

Wie Thomas Beer vom Bauamt Kolbermoor mitteilte, lägen inzwischen positive Äußerungen von Nachbarn hinsichtlich des geplanten Neubaus vor. Das geplante Bauvorhaben sowie die geplanten Stellplätze werden allesamt innerhalb der Baugrenze errichtet.

Die Erschließung ist durch eine Dienstbarkeit über das im Eigentum der Stadt Kolbermoor stehende Bauhofgrundstück zur Geigelsteinstraße gesichert. Das gemeindliche Einvernehmen wurde erteilt.

Hochkomplexer Automatenbau

Der Name Cohu ist in der Region Rosenheim kein unbekannter: 2015 wurde die Kolbermoorer Rasco GmbH, die zum damaligen Zeitpunkt mit 150 Mitarbeitern hochkomplexe Handhabungsautomaten für elektronische Bauteile weltweit produzierte, in Cohu umbenannt. Rasco war bereits eine Tochterfirma der Amerikaner.

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