Kolbermoor – Seit 2001 besteht der Ring der Europäischen Schmiedestädte, der die regionale Vielfalt des Schmiedehandwerks und der Metallgestaltung in Europa auf allen Ebenen fördert. In der Kupferstadt Stolberg fand im Herbst die Jahresbilanz dieses so facettenreichen Rings statt. Erneut wurde deutlich: „Der Zusammenschluss ist ein Schatz, den niemand nehmen kann“, so Bürgermeister und Ring-Präsident Peter Kloo.
Auch die Schmiedebiennale in Kolbermoor, die in diesem Sommer das Leben der Stadt prägte, sei ein eindrucksvolles Zeichen für dieses europäische Projekt, das ganz im Zeichen des Friedens, der Freundschaft, des fachlichen Austauschs steht.
„Menschen aus verschiedenen europäischen Orten begegnen sich, wundern sich über Unterschiede, sprechen verschiedene Sprachen, inspirieren sich gegenseitig, singen, haben Spaß, diskutieren und verabreden sich“, so beschreibt etwa Hans Alberse, Ex-Bürgermeister der Gemeinde Oude IJsselstreek in der Niederlande und ehemaliger Präsident des Rings das so wertvolle Miteinander.
Dabei geht es nicht nur um Wissensvermittlung und Fortentwicklung der Schmiedetradition, sondern auch um die Frage, was bringt die Zukunft – vor allem aus politischer Sicht. Alberse: „Die Teilnehmer der Europäischen Schmiedestädte prägen und geben das Europa-Gefühl weiter.“
Im 900-jährigen Bestehen waren die europäischen Schmiedestädte in der Kupferstadt Stolberg zu Gast. 90 Gäste aus elf Nationen wurden begrüßt – darunter natürlich auch eine Abordnung aus Kolbermoor mit Bürgermeister und Präsident Peter Kloo an der Spitze. Er wertete das Treffen als „vollen Erfolg“.
Neben einem umfangreichen Besichtigungsprogramm mit Besuch des Museums Zinkhütter Hof, Ritteressen in der Burg und Altstadtführung stand auch die vom Stolberger Stadtschmied Adi Radermacher angefertigte Skulptur „Ring“ im Mittelpunkt des Interesses der Tagungsteilnehmer.
„Ich kenne Stolberg seit der Zeit des Kunstschmieds Matthias Peters, der ein wichtiger Motor bei der Gründung des Rings war“, beschrieb Kloo. Peters‘ Leitspruch „Kultur ist Qualität“ habe er bis heute verinnerlicht. „Ich wusste ja, dass Stolberg schön ist und viel zu bieten hat. Man braucht sich nur einmal die Geländer am Rande des Vichtbachs anschauen. Sie stellen eine hohe Qualität im öffentlichen Raum dar. Das ist nicht selbstverständlich.“
Sein erneuter Besuch in Stolberg weise Parallelen zur Quintessenz der Jahreshauptversammlung des Rings auf, meinte Kloo: „Kulturelles Erbe muss erhalten und gepflegt werden, und Kultur muss sich ebenso weiterentwickeln.ge