Rotes Kolbermoor und Briefe für Zenzl

von Redaktion

Reihe „Es lebe das freie Bayern“ wird mit Film und Ausstellung fortgesetzt

Kolbermoor – Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Es lebe das freie Bayern“ zu 100 Jahren Revolutions- und Rätezeit ist am Sonntag, 13. Januar, „das rote Kolbermoor“ Thema in der Rosenheimer Vetternwirtschaft. Nach der Vorführung des Dokumentarfilms „Auf der Suche nach dem roten Kolbermoor“ (BR, 1985) referiert Andreas Salomon über seine Forschung zu „Kolbermoor in der Revolutionszeit“.

Der Themenabend beginnt mit der Vorführung des Dokumentarfilms „Auf der Suche nach dem roten Kolbermoor“. Dieser entstand 1985 als Koproduktion von BR und WDR und beinhaltet Filmszenen aus einem Theaterstück in der „Vetternwirtschaft“. Der Film versucht, die frühen Wurzeln des roten Kolbermoors aufzudecken und macht deutlich, dass Kolbermoor mit der Spinnerei und dem Tonwerk von seiner Gründung an eine Arbeiterstadt war, in der schon früh die Bedingungen für eine Arbeiterbewegung gegeben waren. Anschließend referiert Andreas Salomon, Autor unter anderem eines Buches über die Kolbermoorer Revolutionäre Georg Schuhmann und Alois Lahn. Er stellt in seinem Vortrag zunächst die Geschichte der Kolbermoorer Arbeiterbewegung dar, um dann vor Augen zu führen, was während der sechs Monate der Rätezeit konkret passierte. Er wird zeigen, wie sehr die Kolbermoorer hinter ihren Räten standen und was diese für ihre Stadt leisteten. Die Veranstaltung ist zugleich Vernissage der Ausstellung „Für Zenzl“ mit Bildern von Erich Mühsam. In dieser Ausstellung werden 14 Reproduktionen der zum Teil unveröffentlichten Bilder ausgestellt, die der Rätedemokrat Erich Mühsam seiner Frau Zenzl zum Hochzeitstag aus der Festungshaft malte. Der Film- und Vortragsabend ist eine Veranstaltung der Geschichtswerkstatt Rosenheim in Kooperation mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr, der Eintritt ist frei. Die Ausstellung ist noch bis 8. Februar in der Kleinkunstbühne Vetternwirtschaft (Oberaustraße 2) jeweils Donnerstag und Freitag sowie bei Sonderveranstaltungen ab 19 Uhr zu sehen. Bei der Finissage am 8. Februar referiert Uschi Otten (Berlin) über die Lebensgeschichte Zenzl Mühsams.

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