Silvesterlauf als Training für dieses Jahr

von Redaktion

Triathletin Anne Haug plaudert über ihre Ziele – Eindrücke vom Sportevent

Kolbermoor – Trotz aller klimatischen Widrigkeiten, es regnete in Strömen, zündeten die Teilnehmer des sechsten Mangfall-Silvesterlaufs am vergangenen Montag ein sportliches Feuerwerk. Wieder bestens organisiert vom Team „37° Celsius“ um Michael Steinkohl und Klaus Meyer, trafen die über 300 Teilnehmer schon zeitig ihre unterschiedlichen individuellen Vorbereitungen. Dehnen und Strecken war angesagt und bevor dann die Läufer auf die Strecke geschickt wurden, gab es im Startbereich noch einmal ein spaßiges kollektives „Warm-up“ aller Beteiligten. Zwei Distanzen waren diesmal für die Teilnehmer im Angebot; auf neuem, bestens präpariertem Rundkurs um Mangfall und Werkskanal konnten sechs oder zehn Kilometer absolviert werden, je nach Kondition und Konstitution. Pünktlich um 13 Uhr schickte Klaus Meyer die Läufer mit lautem Knall auf die Strecke und es entwickelte sich ein munterer Wettlauf, bei dem auch Zuschauer auf ihre Kosten kamen.

Informationen zu den Läufern, ihren Positionen und dem Rennverlauf gab Michael Steinkohl, dem das im Stile eines Entertainers bestens gelang. Schon im Vorfeld hatte Michael Steinkohl mit der aktuell besten deutschen Triathletin, Anne Haug (Team scanAutomobile), die beim jüngsten Ironman auf Hawaii einen hervorragenden dritten Platz belegt hatte, Gelegenheit, ein wenig über ihre neuen Ziele zu plaudern.

Dabei äußerte die prominente Athletin, dass der Silvesterlauf „schon zu meinen Vorbereitungen für das nächste Jahr zählt“. Also Motivation genug und entsprechend ging sie das Rennen auch an, lief von Beginn an vorneweg und beendete es als absolut Erste in guten 36:03 Minuten, gefolgt von der letztjährigen Siegerin Agnieszka Glomb vom PTSV Rosenheim, die 40:07 Minuten unterwegs war. Als Dritte durchlief Marie Demuth in 41:09 Minuten die von „Tiger Timing“ aufgebaute elektronische Zeitnahme, die außerdem von jedem ankommenden Läufer ein aktuelles Zieleinlauffoto machte, das im Internet sofort nach dem Lauf abrufbar war. Bei den Männern dominierte Florian Spötzl vom PTSV Rosenheim das Rennen, er siegte in 36:11 Minuten. Zweiter wurde Franz-Xaver Jäger (Aicher Holzhaus Team) in 36:45 Minuten, gefolgt von Stefan Ramstetter vom SC Ainring (36:55).

Läufer wurden

bestens versorgt

Über die kürzere Distanz von sechs Kilometern ließ Julika Fidjeland (PTSV Rosenheim) ihren Konkurrentinnen keine Chance. Sie gewann in 24:56 Minuten und distanzierte dabei Petra El Alami (LG BSN), die 26:41 Minuten unterwegs war, als Dritte erreichte Kati Hollstein vom VfL Pirna in 28:39 Minuten das Ziel. Bei den Herren gewann Thomas Schütz (23:55 Minuten), dicht gefolgt von Alper Sirin (Rote Socken e.V.), der 24:19 Minuten lief. Das Siegertrio komplettierte Volkmar Kirchner, der nach 27:34 Minuten ins Ziel kam.

Da auch der Teamgedanke im Vordergrund stand, wurden die besten Mannschaften ebenfalls in die Wertung übernommen. Über sechs Kilometer war der PTSV Rosenheim 1 nicht zu schlagen, Zweite wurden die Teilnehmer vom Lauffeuer Chiemgau 1 und als Dritte aufs Treppchen stiegen die Läufer vom Textilservice Stangelmayer 1. Über die lange Distanz waren ebenfalls die Aktiven vom PTSV Rosenheim ganz vorne, gefolgt von der Mannschaft des Veranstalters Team scan Automobile 1 und den Startern vom Sport Go West. Die Versorgung hatten in gewohnt zuverlässiger Manier das Team von „37° Celsius“ und die Mitglieder des Vereins „Kolbermoorer helfen“ und „Zeltlager Kohlstatt“ übernommen. Dazu waren die örtliche Feuerwehr und das Bayerische Rote Kreuz unterstützend vor Ort.

Die Vorsitzende des Vereins „Kolbermoorer helfen“, Gabi Böning, war mit ihren 15 Mitstreitern bereits seit 10 Uhr morgens am Start. Sie bereiteten die Stärkungen für die Sportler vor und halfen bei Anmeldung, Ausgabe der Startnummern, der Lose und bei der Preisverteilung. Nach Laufende stand dann die schnelle Verpflegung der ausgepumpten Läufer an und danach die umfangreichen Aufräumarbeiten.

Das 17 Mann starke Team vom „Zeltlager Kolhlstatt“ war hauptsächlich an der Strecke im Einsatz, half in gewohnt zuverlässiger und routinierter Art beim Aufbau der Absperrungen und beim Abbau der Streckenmarkierungen. Neu im Boot war heuer die Abordnung von Unicef aus Rosenheim. Leiterin Iris Huber, die selbst aktiv die sechs Kilometer lange Strecke bewältigte, war froh, „hier eine Plattform gefunden zu haben, um uns in der Region bekanntzumachen“. Für sie eine „Win-Win-Situation“, von der sie sich viel versprach, zumal sie das Ortsbüro in Rosenheim erst vor kurzer Zeit mitgegründet hatte.

Der Veranstalter dankte abschließend allen Unterstützern, Sponsoren und Helfern, dem BRK und der Feuerwehr, „ohne die so eine Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre. Insbesondere der Verein „Kolbermoorer helfen“ und die Helfer vom „Zeltlager Kohlstatt“ gaben wie immer ihr bestes und haben bei der Startnummernausgabe und der Zielversorgung aber auch an der Strecke tatkräftig angepackt“, so unisono Klaus Meyer und Michael Steinkohl.

Die zuvor Genannten und Gelobten durften sich dann über eine nicht unerhebliche Spende freuen, die bei den Hilfebedürftigen für Freude und Hoffnung sorgen dürfte. Getreu dem Motto „Nach dem Lauf ist vor dem Lauf“ luden die Veranstalter alle Teilnehmer, Betreuer und Zuschauer schon zu dem nächsten sportlichen Ereignis, dem Mangfall-Staffel-Lauf-Event am 21. Juni 2019 auf dem Spinnereigelände ein.

Traditionell sorgten sich die Kolbermoorer Einsatzdienste am letzten Tag des Jahres 2018 noch einmal gemeinsam um die Sicherheit in ihrer Stadt. Die Freiwillige Feuerwehr Pullach übernimmt schon seit vielen Jahren beim Silvesterlauf die Absperrungen, damit die Läufer geschützt laufen können. Die Pullacher unterstützen damit ihre Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kolbermoor, die im ganzen Jahr ein wesentlich höheres Einsatzaufkommen haben.

Den Sanitätsdienst beim Silvesterlauf übernehmen seit Jahren die Mitglieder der Sanitätsbereitschaft Kolbermoor vom Bayerischen Roten Kreuz und stehen zur sofortigen Versorgung bereit, sollte doch etwas passieren. hko

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