Kolbermoor – Das Bauamt der Stadt Kolbermoor geht heuer viele Projekte an: das Feuerwehrhaus in Kolbermoor und Pullach beispielsweise. Einiges wird auf nächstes Jahr verschoben: Die beiden Minikreisel zum Beispiel. Welche Projekte noch anstehen, was sie kosten und wann sie fertig sein sollen, erklärt Bauamtsleiter Andreas Meixner im Gespräch mit unserer Zeitung.
Feuerwehrhaus
Kolbermoor
Im Frühjahr soll die Sanierung des in die Jahre gekommenen Feuerwehrhauses im Herzen der Stadt erfolgen – rund 8,3 Millionen Eurokostet diese Maßnahme. Etwa zwei Jahre sollen die Arbeiten dauern. Und während die Bauarbeiter schuften, arbeiten auch die Feuerwehrler – „der Betrieb der Feuerwehr läuft weiter“, sagt Bauamtsleiter Meixner. Es werden Wände versetzt, es wird einen neuen Umkleideraum und sanitäre Anlagen geben, die Hausmeisterwohnung wird ins Dachgeschoss verlegt. An deren Stelle sollen dann Büros für die Feuerwehrler entstehen. In dem Gebäude befindet sich auch die Schulturnhalle – die Halle ist 2019 von den Arbeiten nicht betroffen, so Meixner. Zu welchem Zeitpunkt die Turnhalle 2020 geschlossen wird, kann er noch nicht sagen. Nur so viel: „Viele Arbeiten werden in den Ferien stattfinden.“ 2021 soll dann alles fertig und nach modernstem Standard sein.
Feuerwehrhaus
Pullach
Die Feuerwehrler bekommen am Kreisel in Pullach ein Feuerwehrhaus – ab März/April rollen die Bagger an. Nach der Fertigstellung können sich die Feuerwehrler auf eine geräumige Fahrzeughalle freuen, „denn die neue ist viel größer als die jetzige“, sagt Jörg Reinheckl von der Bauverwaltung der Stadt, der den Bau betreut. Die Arbeiten sollen im Frühjahr 2020 fertig sein. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf etwa 2,1 Millionen Euro.
Wohn- und
Geschäftshaus
Ursprünglich war geplant, mit den Arbeiten für das Wohn- und Geschäftshaus am Rathausplatz, das die Stadt errichtet, 2017 zu beginnen – damals plante man mit rund 5,2 Millionen Euro. 2018 wurden die Planungen dann erneuert – daher müssen auch die Kosten neu berechnet werden. Die Stadt rechnet mit etwa 20 Prozent mehr Kosten (wir berichteten). Jetzt wartet die Behörde auf die Baugenehmigung des Landratsamtes – „sie müsste jeden Tag kommen“, sagt Meixner. Und wenn alles nach Plan läuft, kann mit den Arbeiten im April/Mai begonnen werden. Rund eineinhalb Jahre veranschlagt der Bauamtsleiter für den Bau. 17 „bezahlbare“ Wohnungen sollen entstehen, im Erdgeschoss soll eine Gastronomie unterkommen. Einen Pächter habe man allerdings noch nicht.
Tonwerksunterführung
Eine unendliche Geschichte? Seitens der Deutschen Bahn wurden die Termine für den Baustart zum Ausbau der Unterführung immer wieder verschoben. Meixner ist der Überzeugung, dass „es frühestens 2020 losgeht“. Es ist eine „komplizierte Angelegenheit“, da es während des Baus Sperrphasen geben muss: Die Bahn kann beispielsweise am Wochenende nur eine Schienen-Richtung nutzen.
Minikreisel
Die zwei Minikreisel an der Rosenheimer Straße – am Kolbermoorer Rathaus und an der Kreuzung der Tankstelle – werden kommen. „Aber nicht 2019“, erklärt Meixner. Der Grund: Es müssen noch Eigentumsfragen geklärt werden. Wenn es losgeht, soll auch ein Boulevard zwischen den Minikreiseln realisiert werden. Rechts und links davon sollen dann die Autos in beide Richtungen fahren können.
Werkssiedlung:
Letzter Abschnitt
Drei Häuser der Werkssiedlung an der Von-Bippen-Straße werden komplett saniert. Ab Frühjahr werden die Gebäude zunächst entkernt. Entstehen sollen neun neue städtische Wohnungen – die Größe variiert zwischen 50 und 75 Quadratmetern. Die neuen Mieter können, wenn alles nach Plan läuft, im Sommer 2021 einziehen. Die Kosten belaufen sich auf rund 3,1 Millionen Euro.