Kolbermoor – 2018 war ein gutes Jahr, so lautet die Bilanz von Martin Korndoerfer, Klimaschutzbeauftrager der Stadt Kolbermoor. Viele Projekte hat er angestoßen und umgesetzt. So wurde beispielsweise ein Teil der Straßenlaternen neu ausgestattet: Rund 1400 gibt es in der Mangfallstadt. 550 haben jetzt LED-Lampen – rund 340000 Euro wurden dafür investiert. „Etwa 75 Prozent der Energie kann durch diese Lampen eingespart werden.“ Das heißt: 26000 Euro jährlich – „das ist ein deutliches Plus“, sagt er. Ziel ist es, in „drei Wellen“ alle Straßenlampen mit LED-Lampen zu versehen – 2019 sollen sukzessive die nächsten 250 Lampen ausgestattet werden.
Stadtbusse fahren
weiter mit Diesel
Neben der Investition in die Straßenlaternen hat die Stadt auch in puncto Elektro-Mobilität gepunktet: Es wurde ein Müllsammelfahrzeug angeschafft und ein Heizungsbauer, der sich um die Schulen, Kindergärten und Co. der Stadt kümmert, wurde ebenfalls mit einem Elektrofahrzeug ausgestattet und Bürgermeister Peter Kloo ist seit 2018 ebenfalls mit einem Elektroauto unterwegs. Was ist mit den Stadtbussen? „Die fahren vorerst weiter mit Diesel – eine Anschaffung ist sehr teuer“, sagt er. Um auch die Bürger für das Thema Klima zu sensibilisieren habe es im April erstmals einen „Erlebnistag“ gegeben. Alles drehte sich rund ums Klima: Vorträge, Infostände und Co – „es wurde sehr gut angenommen“, sagt er. Dennoch werde es 2019 keinen Erlebnistag geben: „Es würde sich zu viel wiederholen.“
Auf den Weg gebracht wurde auch das „Radverkehrskonzept“ – mit Bürgerbeteiligung soll am 21. Februar (Rathaus, ab 17.30 Uhr) eine Auftaktveranstaltung stattfinden. „Dort können die Kolbermoorer beispielsweise ein Radweg-Wunschnetz nennen.“
Stadtradeln: 150
Bürger waren dabei
Denn in der Mangfallstadt müsse es für Radler dringend eine gute Infrastruktur geben. Wie die Umsetzung erfolgen könnte? „Da gebe es derzeit Planungen. Aber man kann beispielsweise Straßen in Einbahnstraßen verwandeln.“ Dann hätten die Radler eine ebenso breite Radlspur wie die Autofahrer.
Besonders gut angenommen wurde auch das Projekt „Stadtradeln“, das 2017 erstmals stattgefunden hat (wir berichteten). 2018 haben 150 Bürger in die Pedale getreten und 2019 könnten es noch mehr werden – im Juni und Juli soll es Thementouren geben, wie beispielsweise zum Energie- und Bienenlehrpfad.
Ein besonders großes Projekt war das städtische Wohngebäude Glasberg 15: Die Wärmedämmung wurde verbessert – es wurden alle Fenster und Türen erneuert. Auch das Dach und die Leitungen für die Elektroinstallation und die Telekommunikation. Die Wärme und Strom kommt vom benachbarten Blockheizkraftwerk der „Innergie“, das mit Gas betrieben wird.