Das Ende des alten Tierheims

von Redaktion

Bagger haben das Kleintier- und Katzenhaus abgerissen – Neubau im Frühjahr

Kolbermoor – Das Kleintier- und Katzenhaus auf dem Gelände des Rosenheimer Tierschutzvereins in Kolbermoor ist Geschichte. Bagger haben es abgerissen und den Bauschutt bereits abtransportiert. Damit ist der Weg frei für einen Neubau Am Gangsteig an gleicher Stelle. Bereits Ende Februar/Anfang März soll die Bodenplatte für das neue Haus betoniert werden. Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei rund vier Millionen Euro.

Artgerecht

im Container

Mit schwerem Gerät haben die Männer des Abbruchunternehmens ganze Arbeit geleistet – obwohl der starke Schneefall vor knapp zwei Wochen den Abriss des Kleintier- und Katzenhauses zunächst verzögerte. Die Vorbereitungen für den Abriss hatten bereits im Dezember begonnen. Die etwa 70 Katzen und rund 30 Kleintiere, darunter vor allem Kaninchen und Meerschweinchen, waren umgezogen in bereits aufgebaute Container. „Dort sind sie sehr gut und artgerecht untergebracht“, sagt Andrea Thomas, die Vorsitzende des Tierschutzvereins Rosenheim. So gebe es eine Katzenklappe, durch die die Tiere selbstständig und zu jeder Zeit aus dem Container in ein Außengehege wechseln können.

40 Jahre hatte das Kleintier- und Katzenhaus seinen Dienst getan. Wie marode es zuletzt wirklich war, habe sich erst beim Abriss in aller Deutlichkeit gezeigt, sagt Thomas. So sei die Dachkonstruktion völlig verfault gewesen. „Es war wirklich fünf vor zwölf.“ Sie ist sich sicher, lange wäre das nicht mehr gut gegangen. „Wir hätten schließen müssen, ganz sicher.“

Wenig gut bestellt ist es offensichtlich zudem um das Hundehaus. Hier leben derzeit rund 18 Tiere, außerdem einige sogenannte Notfälle. Das Hundehaus wird daher vorerst stehen bleiben müssen, insbesondere, weil in ihm die Heizungsanlage untergebracht ist. Auch in diesem Gebäude macht sich nach Aussage der Leiterin der Sanierungsstau deutlich bemerkbar. Während der Schneetage habe man jeden Tag das Dach frei schaufeln müssen, da ansonsten der Einsturz gedroht hätte. Doch Andrea Thomas wäre nicht sie selbst, wenn sie nicht auch in dieser Situation optimistisch bliebe – und pragmatisch dazu: „Es muss gehen, wir müssen durchhalten. Wir können ja nicht zwei Jahre schließen“, sagt sie. Und blickt voller Zuversicht der Zeit entgegen, wenn auf dem Areal des Tierheimes wieder Ruhe einkehrt. Im Frühjahr 2020 soll der Neubau bezugsfertig sein.

Spenden unbedingt

notwendig

Wie berichtet, waren die Pläne für den Komplex mehrfach angepasst worden – nach Gesprächen von Projektleiter Hartmut Uttscheid mit dem Veterinäramt und Abstimmungen mit der zuständigen Behörde, dem bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sowie den Spezialisten des Deutschen Tierschutzbundes. Der Neubau, der nun entsteht und Platz für alle Tiere bieten soll, entspricht den Anforderungen aller Fachplaner. Derzeit werden die Leistungsverzeichnisse erstellt. Dann soll deutlich werden, wie hoch die Kosten für den Neubau letztlich sind. Einen großen Teil der Ausgaben kann der Verein, wie berichtet, über eine zweckgebundene Erbschaft in Höhe von 2,9 Millionen Euro finanzieren. Und setzt zudem auf Spenden. Die sind dringend erwünscht, weil der laufende Betrieb des Tierheims Am Gangsteig pro Jahr etwa 500000 Euro kostet. Davon sind nach Aussage von Andrea Thomas lediglich 40000 Euro durch die Fundtierpauschalen abgedeckt.

Spenden an den Verein bitte an die Sparkasse Rosenheim, Kontonummern 8797 oder 731844; BLZ 71150000; IBAN: DE13711500000000008797; SWIFT-BIC: BYLADEM1ROS.

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