Kolbermoor – Tee, Kräutersalz und Lippenbalsam kann man kaufen, klar. Aber man kann es auch selbst machen. Wie das funktioniert, wissen die Mädchen und Buben bestens: „Bienenwachs und Ringelblume kommen rein“, sagt Lucia. Die Neunjährige ist eine von rund zehn Kindern, die bei der Aktion „Kolbermoorer Junggmias aufgepasst“ vom Obst- und Gartenbauverein mitmacht.
Mappen, Schürzen
und Beutel bemalt
Hinter der Aktion stehen Veronika Hermann und Teresa Ostermeier. Neunmal findet der Workshop heuer für die Mädchen und Buben, die zwischen sieben und elf Jahre alt sind, statt. Sie treffen sich bei Hermann zu Hause. Beim Kursstart war es noch kalt und deshalb haben es sich die Kinder drinnen gemütlich gemacht.
Auf dem Programm standen Mappen, Beutel und Schürzen bemalen – denn das Selbstgemachte soll ja auch unversehrt Zu Hause ankommen. In die bunten Hefter kommen unter anderem Rezepte – so vergisst das Junggmias die Zutaten nicht. In die Beutel kommt das Selbestgemachte und dank der Schürzen bleibt jeder sauber.
Beim ersten Treffen wurden also mit Fingertechnik Meerjungfrauen, Blumenwiesen, Kater Findus und Dinos verewigt. Dinos? Ist das nicht schwer? „Nein, ich habe einen im Kopf“, sagt Emma, greift zu den bunten Farben und legt los.
Brotzeit mit
Rosensalz
Während die eine Hälfte Schürzen betupft, kümmert sich die andere um die Beutel – nach der Hälfte der Zeit wird getauscht. Zwischendrin taucht immer wieder die Frage auf, was es denn heute zu Essen gibt. Überraschung! Da sind sich Hermann und Ostermeier einig. Der Tisch ist gedeckt und natürlich gibt es etwas Selbstgemachtes: Brot, Butter und Rosensalz – das kennen die Kinder noch vom letzten Jahr, denn die meisten waren schon einmal dabei.
2018 gab es vier Junggmias-Treffen. Wegen der großen Nachfrage haben Hermann und Ostermeier das Angebot aufgestockt. „Wir freuen uns sehr, dass es so gut ankommt und die Nachfrage so groß ist.“ Aber die beiden haben reagiert und eben gleich neun Treffen für 2019 geplant. Die meisten Termine sind schon ausgebucht. Ziel der beiden ist es, den Kindern die Natur näherzubringen. „Sie sollen Freude daran haben was vor der Haustür wächst.“ Und das haben die Kinder, die sich jetzt gut auskennen: Emma und Juliana haben einen Apfelbaum gepflanzt, Antonia hat Kresse und Schnittlauch gesät.
Nächster Termin:
Überraschung
Was bei den nächsten Treffen ansteht? Das ist immer eine Überraschung, sagen Hermann und Ostermeier. Aber ganz sicher ist, dass die Kinder etwas selbst herstellen, die Natur kennenlernen und gemeinsam viel Spaß haben. Und den hat das Junggmias mit Hermann und Ostermeier ganz sicher.