Kolbermoor –Mit Blaulicht rasten die Feuerwehren Kolbermoor, Rosenheim und Bad Aibling gestern Nachmittag gegen 13 Uhr in die Zugspitzstraße. Dort hatten Anwohner Rauch bemerkt, der stark aus einem Trafohäuschen quoll und daraufhin die Wehren alarmiert. Für mehrere Stunden fiel daher bei den Anwohnern in der Zugspitzstraße der Strom aus.
Nachbar-Wehren
mit bei Einsatz
Aber von vorne: Gegen 12.30 Uhr ging bei der Kolbermoorer Feuerwehr der Alarm los. Sie fuhren mit Blaulicht zu dem Einsatzort in Kolbermoor. Da es sich dabei um den Brand einer elektrischen Verteilung in einem Trafohäuschen handelte, mussten auch die Wehren aus Bad Aibling und Rosenheim anrücken – insgesamt waren 25 Mann im Einsatz.
Denn gelöscht wurde mit einem speziellen „Sonderlöschmittel“, sagte Kolbermoorer Kommandant Franz Wudy gegenüber dem Mangfall-Boten. Man löscht mit Kohlendioxid, das verdrängt den Sauerstoff und so werde das Feuer erstickt. Kolbermoor verfüge zwar auch über derartige Mittel, aber nicht in dem Ausmaß.
Die Feuerwehr bekam das Feuer schnell in den Griff. Als Brandursache vermutet Wudy „einen technischen Defekt“.
Allerdings mussten die Anwohner der Zugspitzstraße in der Zeit auf Strom verzichten: Die Bayernwerke leiteten den Strom um, sodass das in Brand geratene Trafohäuschen quasi außen vor lag. Wudy beziffert den Schaden auf zwischen 5000 und 15000 Euro. Derzeit werde das Häuschen repariert.
Kommandant Wudy ist seit rund 30 Jahren bei der Feuerwehr, innerhalb dieser Zeit wurde er zweimal zu einem Band eines Trafohäuschens gerufen.