Erleichterung, Liebesglück und bittere Tränen

von Redaktion

Faschingsverein Mangfalltal Auftritt und Schlüsselrückgabe am Rathausplatz – Prinzenpaar zieht Bilanz

Kolbermoor – Musik, Tanz und begeistertes Klatschen – seinen großen Auftritt hatte der Faschingsverein Mangfalltal gestern zur Mittagszeit vor dem Rathaus – noch mit Wetterglück. Neben Tanz und Faschingstreiben galt es auch: den Rathausschlüssel wieder symbolisch an Bürgermeister Peter Kloo zurückzugeben.

Schwungvoll eröffnete sodann das Erwachsenen-Prinzenpaar Stefanie II. und Mathias II. mit dem Prinzenwalzer den Tanzreigen, der von Gardemarsch über Walzer bis hin zu den beeindruckenden Showauftritten reichte. Für beide geht heute eine aufregende Faschingssaison dem Ende entgegen: Prinz und Prinzessin sind auch privat ein Paar – und haben die Herausforderung bestens gemeistert. „Es war eine anstrengende, aber auch schöne Zeit“, blickt Faschingsprinz Mathias Kloo, Sohn von Bürgermeister Peter Kloo, durchaus auch erleichtert zurück. „Und es war eine tolle Erfahrung“, betont er und bereut es nicht, sich von seiner „Prinzessin“ überzeugen haben zu lassen. Mit einem Strahlen blickt auch Stefanie Seifert auf diese so besondere Faschingssaison zurück: „Es ist alles gut gegangen.“ Zu keiner Zeit habe die Beziehung auf dem Spiel gestanden, meint sie augenzwinkernd. Während ihr Prinz „Quereinsteiger“ ist und sich nach dem Kehraus und immerhin gesamt 60 Auftritten wieder vermehrt der Kolbermoorer Feuerwehr widmen will, ist Stefanie Seifert „Fasching“ durch und durch: Neben ihrer eigenen Vorbereitung als Prinzessin hat sie mit Leidenschaft und Engagement die Gardemädchen trainiert – und will dies auch kommende Saison weiterführen.

Mit Tränen hatte gestern Gardemajor Sophia Hecker zu kämpfen, die Marsch und Show, mit Krücken bestückt, von der Bank aus verfolgen musste: Sie war beim Vagener Faschingszug bei einer Hebefigur abgestürzt, ungebremst auf der Straße aufgeschlagen. Diagnose: Haarriss im Becken, verbunden mit großen Schmerzen und viel Wehmut, das Saisonfinale von den Besucherrängen aus mitverfolgen zu müssen. „Das erste Mal seit elf Jahren, dass mir etwas passiert ist“, sagt Sophia Hecker. „Ich habe unheimlich viel geweint.“Rosi Gantner

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