Kolbermoor – Immer wieder, nicht nur Mitte März, wird auf den Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern aufmerksam gemacht. Auch heuer beteiligte sich die KFD (Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands) Kolbermoor daran, um an dieses Thema zu erinnern.
Der „Equal Pay Day“ will auf diesen Unterschied hinweisen. Statistisch gesehen beträgt er in Deutschland 21 Prozent. Und das ist im europäischen Vergleich einer der hinteren Plätze. Die KFD als größter Frauenverband Deutschlands, der rund 500000 Frauen als Mitglied hat, sieht sich auch im politischen Geschehen als Verband, der sich für die Anliegen von Frauen auf Bundesebene einsetzt.
Damit ist KFD auch Lobbyarbeit für die Frauen in unterschiedlichsten Lebenssituationen. Seit drei Jahren gibt es in Kolbermoor ein Miteinander mit dem örtlichen Rewe-Markt. So konnten Martina Mauder, geistliche Begleitung der kfd und Zweite KFD-Vorsitzende Jo-Ann Plab mit über 100 Frauen und Männern ins Gespräch kommen. Heuer lag der Schwerpunkt auf typischen Frauenberufen: „Alten- und Krankenpflege, aber auch Erzieherin oder Kinderpflegerin gehören zu den schlecht bezahlten Berufen, obwohl sie sehr viel zur menschlich gestalteten Zukunft unserer Gesellschaft beitragen und sehr belastend sein können“, so Mauder. Diese Dienste am Nächsten, egal wie jung oder alt er ist, müssen der Gesellschaft mehr wert sein. Auch die Zeiten, in denen in der Regel Frauen mit Kindern zu Hause bleiben oder Angehörige pflegen, müssen bei der Zahl der Rentenpunkte berücksichtigt werden. Wer, wenn nicht die Frauen, steht für diese Themen ein? „Wenn sie es nicht tun, tut es niemand sonst.“ Dann wird sich auch in Zukunft beim Thema „Meine Arbeit ist mehrwert“ nichts ändern. Der Equal Pay Day erinnert auch daran.