Spielen, malen und mit dem Tablet Tiere bestimmen

von Redaktion

Caritas-Kita Wiederkunft Christi in Kolbermoor startet den Modellversuch „Kindgerechte Medienbildung von Anfang an!“

Kolbermoor – Ein vorgezogenes Ostergeschenk hat Gabriele Stark-Angermeier, Vorstand beim Caritasverband der Erzdiözese München und Freising, vor Kurzem der Kindertageseinrichtung Wiederkunft Christi in Kolbermoor mitgebracht. Tablets für den Modellversuch „Kindgerechte Medienbildung von Anfang an“.

Dabei geht es darum, dass Kinder die Medien ihrer Lebenswelt kennenlernen sowie sicher und kontrolliert damit umzugehen lernen. „Auch wenn die fortschreitende Digitalisierung ambivalent diskutiert werde, so seien die neuen Medien längst ein realer und selbstverständlicher Bestandteil im Alltag von Familien“, betonte Stark-Angermeier. „Unser Anliegen ist, sich den neuen Medien nicht zu verschließen, sondern vielmehr die Chancen zu nutzen und die Medienkompetenz der Kinder zu stärken“, erläuterte die Caritas-Vorständin.

Ein Ziel, das sowohl der Elternbeirat, als auch das Erzieherteam der Kita unterstrichen. „Selbst die Kleinsten wissen, wie man auf dem Smartphone oder Tablet wischt. Sie sehen es bei ihren Eltern“, erklärte Esther Annen, pädagogische Fachkraft und stellvertretende Kita-Leiterin. „Mit den Tablets sollen unsere Kinder spielerisch den vernünftigen und gesunden Umgang mit den neuen Medien lernen.“

Und Erzieher Klaus Dengel ergänzte: „Es geht darum, unsere Projekte mit der Technik zu ergänzen und zu unterstützen.“ Eine pädagogisch gut begleitete Medienbildung fördere sogar die soziale Kompetenz. So sollen demnächst in einem Naturprojekt Ameisen und der Feuer-Käfer erforscht werden. Mit den Tablets sollen die Tiere fotografiert und gefilmt werden.

Fotografiert wird auch in der kleinen Gruppe, die die neuen Tablets ausprobieren darf. Neugierig machen sich Simon, David, Emma, Jakob, Laura und Korbinian, mit den Geräten vertraut. Bei einem Spiel erraten die Fünfjährigen Tiere des Bauernhofs an deren Stimmen.

Erzieherin Barbara packt die Kostümkiste aus und schon schwillt das Gekicher an. Verkleiden macht Spaß, sich dann gegenseitig fotografieren macht noch mehr Spaß. Jakob hat die „Zoom“-Taste entdeckt: „Mensch, der Klaus ist ja ganz unscharf“, ruft er und zieht das Foto wieder kleiner.

Schnell haben die Kinder den Bogen raus, spielerisch finden sie Schwarz-Weiß-, Nostalgie- oder Video-Funktion. „Und was machen wir jetzt mit den Fotos?“, fragt Erzieher Klaus Dengel. „Ausdrucken und aufhängen“, rufen die Kinder. 20 Minuten sind um. Die Tablets werden weggepackt. Die Mädchen und Buben rennen in ihren Bauraum.

Bald werden die Kinder neben Büchern auch kreative altersgerechte Apps der neuen Medien kennenlernen, den Feuer-Käfer bestimmen und ihren Medienführerschein machen. Denn nicht nur im Bayerischen Kinderbildungsgesetz, sondern auch in der UN-Kinderrechtskonvention wird Kindern ein „Recht auf digitale Bildung von Anfang an“ zugesprochen. beb

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