Kolbermoor – Die Baumlieferung für die Stadt Kolbermoor wurde jetzt zum Bauhof geliefert: Sie stehen in Reih’ und Glied, ihre Wurzeln sind dick eingepackt. Rund 50 Bäume pflanzen die Mitarbeiter des Bauhofs jetzt in der Stadt: im Spinnereipark, in der Mangfallstraße und am Karl-Daniels-Platz, um nur drei Orte zu nennen.
Die Männer haben bereits Löcher in den Boden am Karl-Daniels-PLatz gegraben, um Judasbäume zu pflanzen. „Es sind wahre Schmuckstücke“, sagt Jürgen Halder vom Technischen Bauamt. Sie blühen pink und „bringen Farbe in die Stadt“, sagt er. Anschließend werden die Bäume, die ursprünglich aus der Region Südeuropa bis Afghanistan stammen, an einen Holzpflock gebunden.
So wie der Judasbaum sind viele der Bäume „wahre Exoten“, sagt Sebastian Demmel, der Vize-Gärtnerchef des Bauhofs. Dazu zählt auch der Mammutbaum, der stammt ursprünglich aus dem Westen Nordamerikas. Der, der am Bauhof steht, ist zwar jetzt noch mickrig klein, „aber er wird riesig“, sagt Demmel. Ein Exemplar steht schon lange an der Rainerstraße, der neue wird in den Spinnereipark gepflanzt.
Mutwillig: Wipfel von
Ginkgo abgebrochen
Dort gibt es seither viele Exoten, weiß Halder: „Die Spinnerei-Direktoren haben viele dieser Arten pflanzen lassen.“ Der Grund liegt auf der Hand: „Viele von ihnen blühen bunt und obendrein freuen sich Bienen über Blütenbäume.“
Erstmals wird auch eine Scheinbuche gepflanzt: Die aus Feuerland bis Chile beheimatete Pflanze wird nahe der St.-Benedikt-Kapelle im Spinnereipark gesetzt. Ob weitere von ihr folgen? „Wir schauen, ob sie mit dem hiesigen Klima zurechtkommt.“
Viele der Pflanzen sind übrigens neue, keine Ersatzpflanzungen, sagt Halder. Einige sind vertrocknet, krank oder der Sturm hat sie entwurzelt, wie beispielsweise am Kindergarten nahe des Tonwerksgeländes. Diese entwurzelten Vertreter werden jetzt durch neue ersetzt. Einige waren aber auch gesund – bis sie von Unbekannten zerstört wurden: Bei einem Ginkgo-Baum wurde „mutwillig der Wipfel abgebrochen“, erklärt Halder. Auch den ersetzen die Bauhof-Männer jetzt durch einen neuen. Alle haben dann über den Sommer Zeit, sich einzuwachsen. Und auch wenn sie jetzt noch klein sind. In sechs bis sieben Jahren werden sie eine stattliche Größe erreicht haben.
Neben den Exoten werden auch heimische Bäume gesetzt: Buchen und Linden, beispielsweise. Allerdings die meisten im Herbst – da steht die zweite Kolbermoorer Pflanzungsaktion im Jahr an.