Blick ins Innere der Bahnhof-Baustelle

von Redaktion

Der Bahnhof ist schon lange verhüllt: Aber jetzt ist die Sanierung des historischen Gebäudes auf der Zielgeraden. Der Mangfall-Bote war mit dem Ingenieur der Stadt vor Ort, hat hinter die Mauern geblickt.

Wunderschöne Elemente oberhalb der Türen.

Kolbermoor – Betritt man den Bahnhof, gelangt man in einen Flur. Überall hängen Kabel von den Wänden, Türen fehlen und der Boden ist mit Gummiplane ausgelegt. Hier wird ordentlich gewerkelt. Dennoch: „Wir befinden uns auf der Zielgeraden“, sagt Jörg Reinheckel. Der Ingenieur der Stadt betreut den Bau, dessen Baukosten sich auf etwa 2,9 Millionen Euro belaufen. Reinheckel kennt jede Ecke, jede Mauer und jedes Kabel.

Die Stadt hat den Bahnhof 2007 von der Bahn gekauft –seit 2015 wird er saniert. Im großen Stil: Die Außenmauern sind geblieben, alles andere wird neu. Bis auf Kleinigkeiten, wie eine Wand oder die historische ovale Treppe. „Wir wollen ja den Stil erhalten.“

Vom Eingang geht es links zum Tagescafé. Ein rund 140 Quadratmeter großes Areal – inklusive Küche und Co. Eine Wand zeigt rote Backsteine – Überbleibsel des alten Gebäudes. Mehrere Türen gehen von dem Raum ab: Eine in den Wartbereich, eine andere in den Wintergarten des Cafés. Eine dritte führt in den Außenbereich des Cafés. Hier kann man im Sonnenschein seinen Kaffee genießen.

Inbetriebnahme

geht sukzessive

Wieder im Flur gelangt der Besucher zu den Toiletten, weiter am Ende des Ganges ist ein Veranstaltungsraum, den beispielsweise Vereine nutzen können. Zurück im Flur führt in eine Nische die ovale Treppe in den Keller: Dort befindet sich die Technik, wie die Heizung. Wieder zurück an der Treppe geht es in den ersten Stock: Hier wird das Bayerische Rote Kreuz einziehen. Räumlichkeiten fürs Ehrenamt, Aufenthaltsräume, Umkleideraum und Büros sind geplant. Noch eine Etage höher steht man auf den Dachboden. Hier stehen Lüftungsgeräte für Küche und die Toiletten.

Wann ist alles fertig? „Die Inbetriebnahme geht sukzessive“, so Reinheckel. Allerdings sei damit zu rechnen, dass im September nach den Ferien alles fertig ist, alle eingezogen sind. Der Bahnhof ist „ein großes Projekt“. Seit Jahren wird entkernt, erneuert, Kabel und Leitungen verlegt, die Böden gemacht, Wände gestrichen. Wie die Außenwände: Handwerkerputz in hellem rot zeigt sich. Das war auch vorher so: „Den Stil wollten wir erhalten.“ Der Bahnhofs-Stil zeigt häufig: So sind beispielsweise innen Stahlsäulen integriert, außen sieht man sie wieder. Sehen historisch aus, sind aber neu.

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