Kolbermoor – Die Neuwahl der Vorstandschaft war zentrales Thema bei der Jahreshauptversammlung der Parteifreien Kolbermoor.
Nach den Berichten des Vorsitzenden, Schriftführers und des Kassiers ging es zum zentralen Thema Neuwahlen. Als Wahlleiter war der Vorstand der „Immergrünen“, Christian Staudinger, eingeladen. Vorsitzender Gerhard Schlarb berichtete, dass er sich für seine Position eine Verjüngung wünscht, aber durchaus für eine Übergangszeit bis nach der Kommunalwahl noch einmal zur Verfügung steht.
Wie zu erwarten, gab es weder für den Vorsitzenden Gerhard Schlarb noch für seinen Stellvertreter Dieter Kannengießer weitere Vorschläge. Die beiden wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.
Ebenso harmonisch und einstimmig erfolgte die Besetzung der weiteren Positionen. Bestätigt wurden: Peter Weis, Kassier; Stefan Reischl, Schriftführer und Pressewart; Revisoren: Caroline Rohmann und Nik Kannengießer.
Als Beisitzer fungieren: die Stadträte Josef Hartinger und Kerim Bacak sowie Christian Sedlmayr, Peter Kreipl, Franz Taxer und Horst Schaffer.
Alter und neuer Vorsitzender Gerhard Schlarb wies auf die Vorbereitungen der am 15. März 2020 stattfindenden Kommunalwahlen hin. „Nachdem wir zu 100 Prozent den Fokus auf die Stadt ohne parteiliche Vorgaben haben, werden wir sicher weiterhin mit unseren Persönlichkeiten und unserer Leidenschaft für Kolbermoor erfolgreich sein“, zeigte sich Schlarb überzeugt.
Anschließend ging es zu den Berichten der Stadträte und den Anregungen der Mitglieder. Kerim Bacak wies auf die entstehenden sozialgebundenen Wohnungen im Conradtygelände und auf dem Gelände westlich des Rathauses hin. Seiner Ansicht nach entsteht hier bezahlbarer Wohnraum, der ohne den Wohnungspakt Bayern kaum möglich gewesen wäre. In diesem Zusammenhang meinten einige Versammlungsteilnehmer, dass verschiedene Wohnungsvergaben durch die Stadtverwaltung nicht gerecht erfolgen. Stadtrat und Zweiter Bürgermeister Dieter Kannengießer wies darauf hin, dass hier eine Liste nach sozialen Kriterien geführt wird und die Wohnungsvergaben ordentlich erfolgen. Dies gelte auch für nicht sozial gebundene Wohnungen der Stadt, wobei sicher bei gleicher Eignung dabei das örtliche Engagement einzelner Bewerber mit eine Rolle spielen dürfe.
Stadtrat Josef Hartinger bedauerte, dass wichtige Grundstücke in der Innenstadt nicht erworben werden konnten, so zum Beispiel das ehemalige Kollergebäude an der Hasslerstraße. „Hier müssen wir als Stadtrat den Bürgermeister künftig großzügiger beauftragen.“
Aus der Versammlung wurde moniert, dass das Rathaus während der Öffnungszeiten außer dem Bürgerbüro nur mehr durch Anmeldung besucht werden kann. Dies wurde nicht als bürgerfreundlich angesehen.
Stadtrat Stefan Reischl ging auf das neu entstehende Fahrradkonzept der Stadt ein. Er wies auf die gute Bürgerbeteiligung hin und hofft zum Beispiel am Bahnübergang an der Aiblinger Straße auf eine kurzfristige Umsetzung der Querungshilfe, die jedoch der Mitwirkung der Bahn bedarf.
Abschließend informierte Max Schlarb über die Entwicklungen der Probebohrungen zum Brenner-Nordzulauf im Stadtgebiet. Hinsichtlich des Besuchs von Verkehrsminister Andreas Scheuer zeigte er sich als Teilnehmer sehr enttäuscht unter anderem über die unprofessionelle Bedarfsdarstellung. Christian Staudinger wünscht sich eine rege Beteiligung am demnächst stattfindenden Mahnfeuer.