Kolbermoor – Menschen mit Sehbehinderungen in Entwicklungsländern zu helfen, das liegt den Einwohnern aus Kolbermoor am Herzen. Die Christoffel-Blindenmission (CBM) hat 2018 von 97 Kolbermoorern 14059 Euro an Spenden erhalten. Mit dem Geld konnten 468 Menschen in Asien, Afrika und Lateinamerika am Grauen Star operiert werden.
Weltweit sind 36 Millionen Menschen blind. Davon sind 12,6 Millionen durch Grauen Star erblindet. Mit einer kleinen Operation könnten sie wieder sehen. Durchschnittlich kostet ein solcher Eingriff in den Projekten der CBM 30 Euro, bei Kindern wegen der benötigten Vollnarkose 125 Euro. Viele der Betroffenen in Entwicklungsländern können sich das nicht leisten.
So war es auch bei Mazaga Mahorosho aus Tansania. Der 45-Jährige handelt mit Getreide und Mais. Damit kann er die Familie gut versorgen. Doch nach und nach trüben sich die Linsen seiner Augen, er kann immer schlechter sehen und kaum noch arbeiten. Als Mazagas Geschäfte völlig zum Erliegen kommen, muss er auf seine wenigen Ersparnisse zurückgreifen. Der Familienvater macht sich große Sorgen um die Zukunft. Denn sobald seine Rücklagen aufgebraucht sind, muss die Familie hungern. Aber es gibt Hoffnung: Mazaga erfährt vom CBM-geförderten Krankenhaus in Daressalam und lässt sich hinbringen. Dort wird festgestellt, dass er an Grauem Star erkrankt ist. Zwei kleine Operationen können ihm helfen: Innerhalb weniger Tage werden die trüben Augenlinsen gegen künstliche getauscht. Mazaga kann wieder klar sehen: „Ich bin so glücklich, jetzt kann ich meine Geschäfte fortsetzen und muss keine Angst mehr um meine Familie haben. “
Diesen Dank gibt die CBM an die Menschen aus Kolbermoor weiter: Ohne ihre Unterstützung könnte die Entwicklungshilfeorganisation Mazaga Mohorosho und vielen anderen Patienten nicht helfen. Die Christoffel-Blindenmission (CBM) zählt zu den größten und ältesten Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit in Deutschland.