Kolbermoor – Die Gemeinschaft fördern: Das ist eines der Ziele, die sich Katharina Knechtel (28) auf die berufliche Fahne geschrieben hat. Und deshalb hat die Sozialpädagogin viele Ideen, die sie im Bürgerhaus Kolbermoor umsetzen möchte. Sie ist die Nachfolgerin von Martina Kaul, die derzeit in Elternzeit ist.
Knechtel ist gebürtige Kolbermoorerin, hat 2011 Abitur am Ignaz-Günther-Gymnasium in Rosenheim gemacht und ist dann zum Studium nach Bamberg gezogen. Danach habe sie in Rosenheim in der Jugendberatung für Flüchtlinge gearbeitet. Jetzt verstärkt sie das Team von Dagmar Badura im Bürgerhaus.
Von Jugendlichen zu Senioren? Wie kam das? „Um mir meinen Führerschein zu finanzieren habe ich im Haus Mangfall hier in Kolbermoor gearbeitet“, erzählt die Sozialpädagogin. Dort habe sie den Senioren vorgelesen, mit ihnen Spiele gespielt und bunte Plakate gestaltet. Außerdem ist sie mit den alten Menschen spazierengegangen.
Senioren in
Gruppen integrieren
Das Schönste war für die junge Frau, wenn „es uns gelungen ist, schüchternen und zurückgezogenen Senioren aus ihrem Zimmer zu locken und zu begeistern“, erinnert sich Katharina Knechtel. Das sei ihr beispielsweise gelungen, als regelmäßig eine Tierheimmitarbeiterin mit einen Hund das Haus Mangfall besucht hat. „Da sind viele Bewohner aufgetaut“, sagt sie. Übrigens: Auch nach dem finanzierten Führerschein ist sie geblieben – knapp vier Jahre hat sie im Haus Mangfall gearbeitet.
Jetzt ist sie zurück in Kolbermoor und möchte viel bewegen: „Die Menschen zusammenbringen, sodass Freundschaften geschlossen werden.“ Das könnte sie sich beispielsweise vorstellen, in dem sie thematische Gesprächsrunden ins Leben ruft.