Kolbermoor – „Wie sind Sie üblicherweise unterwegs?“, „Haben Sie einen Pkw-Führerschein?“ und „Gibt es einen Fahrradstellplatz auf dem Wohngrundstück?“: Das sind nur drei Fragen des Haushaltsfragebogens „Mobilität in Kolbermoor“, die die Stadt sukzessive an 1890 Haushalte in der Mangfallstadt verschickt. Ziel ist es, das Mobilitätsverhalten der Kolbermoorer zu eruieren. Wann radeln die Bürger, wann gehen sie zu Fuß, welche Strecken nehmen sie? Die Aktion findet im Rahmen des Radverkehrskonzeptes statt.
400 Bögen müssen beantwortet werden
In drei Wellen – Mai/Juni, Juli und Oktober/November – werden jeweils 630 Haushalte angeschrieben, seit gestern läuft die erste 630- Briefe-Welle. „So bekommt man einen Einblick auf das gesamte Jahr“, erklärt Klimaschutzbeauftragter Martin Korndoerfer. Ziel ist es, dass mehrere Personen innerhalb des Haushaltes die Fragen beantworten.
Sie alle müssen an bestimmten vorgegebenen Tagen ihr Mobilitätsverhalten angeben zum Beispiel am Dienstag oder Donnerstag – die genauen Daten sind auf den Bögen festgelegt. Korndoerfer rät: „Soll ein Bürger sein Verhalten einen Tag im Juni aufschreiben, sollte er es gleich machen. Denn wer kann sich schon daran erinnern, wie er am 2. Mai von A nach B gekommen ist.“ Mindestens 400 Fragebögen müssen beantwortet werden, die Kolbermoorer müssen die Fragen über einen zugeschickten Link im Netz beantworten – das wars. „Je mehr, desto besser. Nur so können wir Vertrauen in die ausgewerteten Daten haben“, erklärt Korndoerfer, der die Aktion initiiert hat.
Aber wie wurden die Haushalte ausgewählt? „Die Anschrift wurde nach einem Zufallsverfahren aus allen Adressen des Einwohnermeldeamts Kolbermoor ausgewählt.“ Ausgewertet wird nicht erst Ende des Jahres, sondern parallel zur Aktion. Ende 2019 sollen die Ergebnisse veröffentlicht werden.