Kolbermoor – Zahlreiche Menschen kamen an den Kar- und Ostertagen in die katholischen Kirchen, um miteinander zu feiern. Im Zentrum des Osterfestes steht die Botschaft der Auferstehung Jesu. Der Tod ist Teil des Lebens, Menschen müssen sich mit ihm auseinandersetzen. Und doch ist das Leben stärker. Jesus hat den Tod besiegt und neues Leben gebracht.
In den Predigten am Festtag stand Maria von Magdala im Mittelpunkt. Noch in der Morgendämmerung traut sie sich hinaus vor die Stadt. Sie will ihrem Freund nahe sein an seiner letzten Ruhestätte. Und hört dort: Er ist nicht hier. Erst als sie ihm begegnet und Jesus sie persönlich anspricht, begreift sie, was geschehen ist. Das Grab ist nicht das Ende des Lebens.
Maria von Magdala war es, die den Freunden Jesu diese Botschaft überbracht hat. Liebe überwindet Hass und Gewalt, Leben ist stärker als Tod, Licht ist stärker als Dunkelheit. Das galt damals, das gilt für Christen bis heute. Diese Botschaft gilt es in die Welt zu tragen.
Ostern bedeutet auch das Ende der 40-tägigen Fastenzeit. Und so wurden in den Gottesdiensten die Speisen gesegnet. Ein gebackenes Lamm, Schinken, Eier, Brot und Salz sind in Körben in die Kirche gebracht worden.
Eine lange Tradition hat in Kolbermoor auch das Miteinander von katholischer und evangelischer Kirche. Sichtbar wird dies im Tausch der Osterkerzen. In diesem Jahr brachte Prädikantin Christina Rundshagen die Osterkerze der evangelischen Kreuzkirche nach Wiederkunft Christi. Verbunden waren damit die Ostergrüße der evangelischen Gemeinde. Deshalb brennen in Wiederkunft Christi auch zwei Osterkerzen.
Die Osterkerze der katholischen Pfarrei wurde ihrerseits zum Ostergottesdienst der evangelischen Kreuzkirche gebracht und brennt dort ebenfalls.