„Schreibmaschinen vollständig erhalten“

von Redaktion

Kolbermoor – Im Bayerischen Wirtschaftsarchiv in München hat Anton Hamberger Notizen des Spinnerei-Direktors Rudolf Hausenblas zu Kriegsende entdeckt: Im Mangfall-Boten werden diese Notizen jetzt veröffentlicht. Überschrieben ist es mit „Bericht über die Vorgänge im Betriebe bei der Besetzung von Kolbermoor durch die USA-Truppen“. „Montag, den 7. Mai. Es ist etwas ruhiger geworden. Da weitere Plünderungen von uns nicht befürchtet werden, beginnen wir mit der Aufräumung der Büros. Die Ausländer haben hauptsächlich solche Gegenstände entwendet, die sie entweder selbst brauchten oder als Tauschobjekte verwerten wollten. Auch die Schreibmaschinen und Rechenmaschinen sind vollzählig erhalten geblieben, da ich sie in das Elektrizitätswerk schaffen liess, als ich beobachtete, dass die Maschinen aus dem Werk von BMW von den Ausländern herausgetragen wurden. Auch für BMW konnte ich noch vier Maschinen sicherstellen. Bei BMW erschien eine technische Kommission, die erklärte, dass es nicht bekannt gewesen sei, dass sich hier das Werk befindet, sonst wäre es zerstört worden.“

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