Kolbermoor –Es sind 56 kleine Metalltafeln, die der Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins jetzt am Karl-Daniels-Platz an Jürgen Halder von der Stadt übergeben hat. „Super“, schwärmt Halder. 56 Tafeln, auf denen „Kuchenbaum“, „Schlangenhaut-Ahorn“, „Lampionbaum“, „Götterbaum“ und „Tulpenbaum“ gedruckt sind. Ab Juni sollen die Namenstafeln anangebracht werden. Denn: „Wer kennt schon jeden Baum“, sagt Vize-Vorsitzende Heidi Mahr und lacht.
Idee entstand
durch Führung
Entstanden ist die Idee im letzten Jahr: Damals hat der Verein eine Baumführung durch Kolbermoor mit Jürgen Halder angeboten. Rund 70 Bürger waren dabei –„die Nachfrage hat alle Erwartungen übertroffen“, sagt Vorsitzender Kurt Möser. Damals sei man eine Route durch die Stadt gegangen und Halder hat die Bäume erklärt: Judasbaum, Akazie und Co. Da sich aber nicht jeder so gut auskennt wie Jürgen Halder, auch nicht die Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins, wie sie lachend zugeben, entstand die Idee mit den Namenstafeln. „Wir haben damals gesagt, dass nur der botanische Name abgedruckt werden und darunter die Telefonnummer von Herrn Halder stehen soll“, sagt Beisitzer Sebastian Mauerkirchner augenzwinkernd und lacht. Die Bezeichnungen stehen auf deutsch in großen Lettern und darunter klein in Klammern die botanischen Namen. Gesagt, getan. Der Verein hat die Tafeln, die laut Möser mehrere hundert Euro kosten, anfertigen lassen. Denn so könne jeder beim Spaziergehen nachlesen, um welchen Baum es sich handelt. Zunächst hatte der Verein die Idee, Metalltafeln samt Stil vor den Bäumen zu platzieren, davon riet Halder allerdings ab. „Die werden nachher nur rausgerissen“. Deshalb die Tafel-Variante.
Sie sollen allerdings nur an Bäume genagelt werden, die beispielsweise auf dem Spinnereigelände, am Karl-Daniels-Platz, Alten Friedhof, Rathaus-Park und beim Ludwigs-Denkmal stehen. „An großen Straßen nicht“, sagt Halder, der das Projekt seitens der Stadt fortführen möchte.
Schriftführerin Renate Mauerkirchner sagt: „Dann können auch Schulen und Kindergärten Ausflüge durch Kolbermooor zu den Bäumen machen und sie wissen dann genau, um welchen Baum es sich handelt.“ Die ersten Tafeln werden übrigens vom „Kolbermoorer Junggmias“ angebracht, die Mädchen und Buben sind die Jüngsten im Obst- und Gartenbauverein Kolbermoor.