„Soviel Natur erhalten wie möglich“

von Redaktion

Bauausschuss: Gesprächsbedarf bei „Naturnahen Kindergarten“ an Hölderlinstraße

Kolbermoor – Als „nicht zielführend“ bezeichneten Bürgermeister Peter Kloo und Dritte Bürgermeisterin Dagmar Levin, beide SPD, den Anruf von Caroline Schwägerl (Grüne). Die Stadträtin hatte im Vorfeld des Bauausschusses bei der „Unteren Naturschutzbehörde“ angerufen.

Alleingang einer

Stadträtin kritisiert

Sie wollte sich über die Planungen des „Naturnahen Kindergartens“ an der Hölderlinstraße, der am Tonwerkgelände entstehen soll, informieren. „Dort liegen keine Daten vor. Sie haben nichts“, erklärte Schwägerl im Gremium.

Rathauschef Kloo schüttelte den Kopf, verneinte und sagte, dass sie sich doch an die Verwaltung wenden solle. „Für mich ist es sehr wichtig, zu wissen, wie es weiter geht. 100 Quadratmeter Tonwerkgelände tun einfach weh“, sagte Schwägerl und schlug vor, eine andere Zufahrt zum geplanten Kindergarten in Erwägung zu ziehen – denn so könnten eben die 100 Quadratmeter Tonwerksgelände erhalten bleiben.

Das sah Levin (SPD) anders: „100 Quadratmeter finde ich richtig, wenn ich bedenke, dass Kinder dort Flora und Fauna kennenlerlen.“ Des Weiteren sagte sie in Richtung Schwägerl: „Ich finde es eher schädlich, privat beim Landratsamt anzurufen – das finde ich peinlich.“ Schwägerl betonte erneut: „Ich will mich informieren.“

Darüber hinaus wurde erklärt, dass „keine massive Bodenversiegelung“ beim Kindergarten-Bau erfolgen soll – die Fundamente sollen durchlässig sein. Und auch der Zufahrtsweg soll möglichst eng an der oberen Hölderlinstraße erfolgen. Markus Schiffmann (CSU) fragte, ob man denn im Zuge der geplanten Stellplätze einen Baum erhalten könne. „Thomas Beer von der Bauverwaltung erklärte, dass man so viel Bäume wie möglich erhalten wolle. „Wir wollen so wenig wie möglich in die Natur eingreifen.“ Die geplante Unterbringung wurde vorberatend behandelt – in der nächsten Stadtratssitzung sollen weitere Schritte beschlossen werden.

Stadt Kolbermoor braucht dringend Kindergärten

Die Blockhäuser an der Hölderlinstraße sollen zum Start des Kindergartenjahres 2020 fertig sein. Die Stadt benötigt diese Unterbringung, denn nach der Kindertagesstättenbedarfsplanung der Stadt fehlen 2020 insgesamt 57 Kindergartenplätze – für 2121 fehlen dann zusätzlich 18 Plätze. Eine Hochrechnung ergab, dass bis 2024 fünf Gruppen in der Kindergartenbetreuung fehlen. In den Blockhäusern sollen 40 Kinder einen Platz bekommen.

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