Kolbermoor – Im reichen Jahreskalender der Stadtsing- und Musikschule sind in den vergangenen Jahren immer wieder neue Anlässe entstanden, die Altbewährtes ergänzen und für eine noch größere Palette an kulturellen und musikalischen Angeboten in Kolbermoor sorgen. Vorbildlich hat sich dabei vor allem das Mariensingen entwickelt, das auch heuer wieder zahlreiche Besucher in die Pfarrkirche Wiederkunft Christi lockte.
Bläserquartett
bildete den Rahmen
Pastoralassistentin Christina Binder freute sich eingangs über die Vielzahl an Gruppen aus dem Kreise der Singschulfamilie, die am Mariensingen mitwirkten. Den Rahmen des Programms bildete das Bläserquartett mit festlichen und getragenen Sätzen, die akustisch gut an den Kirchenraum angepasst waren.
Immer wieder aufs Neue kann der Kolbermoorer Dreigsang mit seinem typischen, sehr zarten Klang überzeugen, in dem Angela Schindler, Renate Heine und Robert Klapper bekannte Marienlieder wie „Königin voll Herrlichkeit“ intonierten. Verstärkung erhielt der Dreigsang durch Horst Harzenetter am Akkordeon und einmal sogar durch Heribert Schroers im Bass, der kurzzeitig für einen Vierklang sorgte. Traditionell zu viert unterwegs ist und bleibt die Eabach-Musi, die in wechselnden Besetzungen aus Kontrabass, Zither, Gitarren und Akkordeon mit besinnlichen, aber auch frischen Instrumentalstücken zu einer optimalen Mischung aus Gesang und Musik beitrug. Markenzeichen der vier Musiker ist der homogene Klang, bei dem der Zuhörer zu keiner Zeit ein sich unpassend vordrängendes Instrument ausmachen kann, jedoch alle Stimmen in gleichem Maße zum Gesamtkunstwerk beitragen.
Zitherspieler Peter Maier und Petra Brosch an der Gitarre waren gleich doppelt aktiv, als Mitsänger beziehungsweise Begleiter des Kolbermoorer Mannergsangs. Auch nach über 50 Jahren des Bestehens und vielen, teils schwierigen Umstrukturierungen bestreiten die acht „Manner“ ihr Programm mit gleichbleibend kraftvollem Gesamtklang, aus dem keine Stimme zu übermäßig hervortritt. Zu den Darbietungen zählten vor allem altbekannte, immer wieder gern gehörte alpenländische Marienlieder wie „Sei gegrüßt zu Tausendmalen“ oder „Wie schön glänzt die Sonn“.
Als weiteres Instrumentalensemble komplettierte schließlich das Blockflötenquartett die Schar der Mitwirkenden. Diese selten gehörte Ensembleform ist längst kein Geheimtipp mehr, sondern eines der Aushängeschilder der Musikschule und trug mit abwechslungsreichen Sätzen, manchmal begleitet von einem Kontrabass als Klanggrundlage, zur Vielfalt des Konzertes bei.
Sprecherin Regina Berger gelang beides zum wiederholten Male, indem sie mit hintersinnigen, auch persönlichen Worten, mit Gebeten und Erzählungen durch den Marienmonat Mai und die Stunde mit Maria führte. Nicht unerwähnt blieb zum Abschluss, nach dem von allen Besuchern kräftig gesungenen „Gegrüßet seist du Königin“ und dem reichlichen Beifall, auch der gute Zweck der Veranstaltung. Sämtliche, von den Besuchern anstelle eines Eintrittsgeldes gegebene Spenden kommen dem Verein „Kolbermoorer Helfen“ zugute und wurden von der Vorsitzenden Gabi Böning im Namen aller Helfer sogleich an Ort und Stelle mit großer Freude entgegengenommen. Leonhard Sedlbauer