Gelder für Waisenhaus erlaufen

von Redaktion

„Raspi-Lebenslauf“ an der Adolf-Rasp-Grundschule Kolbermoor

Kolbermoor – Bei schließlich doch stabilem Wetter konnte der „Raspi-Lebenslauf“ für Kinder in Nigeria neben einem gut organisierten Spielefest in der Adolf-Rasp-Grundschule in Kolbermoor stattfinden. Seit 2007 hat die Schule immer wieder im Vier-Jahres-Takt Sponsorenläufe organisiert und auf diese Weise über 25000 Euro für die Erbauung des Waisenhauses „Madonna Angels“ in Atani (Nigeria-Diözese Onitsha) gespendet. Das Waisenhaus ist auf die Initiative von Schwester Mary Augustina Uyanne erbaut und 2014 offiziell eingeweiht worden. Es wird seitdem sehr erfolgreich geführt, durch Patenschaften finanziert und bietet circa 50 Kindern ein Zuhause.

Das Leben in Nigeria ist schwierig und gefährlich. Die Menschen leiden unter den korrupten Strukturen des Staates, der keine Bereitschaft zeigt, die Lebenssituation der Bevölkerung zu verbessern. Armut, Krankheit und Not sind allgegenwärtig. Darüber hinaus sind die Bildungseinrichtungen des Staates Nigeria sehr rudimentär und teuer, 40 Prozent der Erwachsenen können nicht lesen und schreiben. Der Förderverein Madonna Angels hat deshalb zusammen mit Schwester Mary beschlossen, einen eigenen Kindergarten und eine Grundschule zu bauen für die Kinder des Waisenhauses und des Dorfes Atani samt Umgebung.

Kinder sind die Zukunft eines Landes. Auch die Kinder in Nigeria sollen eine Perspektive auf ein gelingendes Leben haben und so auf ihre Weise für die Weiterentwicklung der Gesellschaft sorgen können.

Das ist der Grund, warum die Adolf-Rasp-Grundschule nun bereits in einem vierten Lebenslauf Geld sammelt für die Kinder in Nigeria. Vorab hatte die Religionslehrerin Irmi Glas, selbst Mitglied des Fördervereins Madonna Angels, in einer Schulvollversammlung das Projekt allen Schülern in Wort und Bild vorgestellt und für die Mitarbeit der Kinder im „Raspi-Lebenslauf“ geworben.

Nach dem Motto „Kinder laufen für Kinder“ suchte sich jeder Schüler einen Sponsor, der ihn mit einem motivierenden Beitrag pro Runde für die Kinder in Afrika unterstützt.

Jedes Kind konnte an eigenen Klassenstempelstellen, die jeweils absolvierte Runde auf Arm oder Karte festhalten. Nebenbei wurde in den Laufpausen an den Spielstationen die sportlichen Kräfte der Kinder gemessen und sowohl jahrgangsweise als auch geschlechterspezifisch prämiert.

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