Bebauung im Biergarten abgelehnt

von Redaktion

Gasthof zur Post Bauausschuss diskutiert heftig über Entwurfsplanung

Kolbermoor – Das Hotel „Gasthof zur Post“ erhitzte die Gemüter in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Denn dort wurden die Entwurfspläne vorgestellt, die die Verwaltung in Absprache mit dem Eigentümer zu Papier gebracht hat. Beim Blick auf den Plan kam sofort die Frage auf: „Wo sind die Parkplätze?“ Obendrein: „Warum soll ein Gebäude im Biergarten gebaut werden?“ Am Ende des Tagesordnungspunktes war man sich einig: Einerseits soll der Plan überarbeitet werden, andererseits lehnten die Mitglieder ein Gebäude im Biergarten ab.

Wo sind die

Parkplätze?

Der Plan zeigt, dass auf dem bisherigen Parkplatz rechts neben dem Gasthof ein Gebäudekomplex mit drei verschiedenen Wandhöhen entstehen soll – die höchste Wandhöhe beträgt 13,1 Meter: „Sie orientiert sich am bestehenden Gasthaus“, so Thomas Beer von der Bauverwaltung. Abstufend soll die Wandhöhe dann 9,9 und 7,4 Meter aufweisen – quasi ein Drei-inEins-Konzept. Die Stadt hat dafür ein Sondergebiet ausgewiesen. Das heißt: Hier sollen Gastronomie, Hotel und Büros sowie kleiner Einzelhandel entstehen, so Beer.

Der Plan zeigte allerdings keine Stellplätze. „Wo wird denn geparkt?“, fragte Dagmar Levin (SPD). „In der Tiefgarage“, antwortete Beer prompt. Dort sollen 35 Stellplätze entstehen. Genutzt werden können diese von den Hotelgästen, aber auch von den Biergartenbesuchern, hieß es. Aber: „Man fährt doch nicht in eine Tiefgarage, um ein Bier zu trinken“, so Levin. Übrigens: Insgesamt sind 63 Stellplätze gefordert – 35 in der Tiefgarage, 28 oberhalb. Wo die noch unterzubringen sind, konnte sich das Gremium nicht vorstellen – „bei der engen Bebauung“, so Levin. Dem stimmte auch der Rest des Gremiums zu. Deshalb einigte man sich, dass der Plan überarbeitet werden soll.

Grund nicht

zupflastern

Stichwort Biergarten: Auch die Pläne dafür sorgten für Zündstoff. Denn der Eigentümer plant dort ein Gebäude – unten Ausschank, oben Zimmer und kleine Wohnungen fürs Hotel-Personal. „Hier sollten wir keine Bebauung zulassen“, forderte das Gremium. Denn die Mitterharter freuen sich über den Biergarten, man müsse nicht gleich alles „zupflastern“, so Levin. Falls der Biergarten nicht angenommen werde, könne man immer noch über eine Bebauung sprechen.

Schlussendlich wurde die Bebauung des Biergartens abgelehnt, obendrein soll der Entwurfsplan überarbeitet und die Stellplätze mit eingearbeitet werden.

Laut Thomas Beer soll der überarbeitete Entwurf in der nächsten Bauausschusssitzung vorgestellt werden. Läuft dann alles nach Plan und den üblichen Regularien, könne im Herbst mit den Bauarbeiten begonnen werden, erklärt Thomas Beer.

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