Kolbermoor – Jetzt geht es los: Das Kriegerdenkmal auf dem Platz vor dem Alten Friedhof wird saniert. Am Dienstag rücken die Arbeiter an, um das Vier-Säulen-Denkmal komplett abzubauen, erklärt Bauamtsleiter Andreas Meixner. Das Mahnmal, das aus mehreren Teilen besteht, wird dann nach München gebracht, um es dort fachgerecht wieder herzustellen. Das heißt: Die Steine werden gesäubert, abgeplatzte Stellen ausgebessert, die Inschriften werden nachgearbeitet und die Namen bekommen einen neuen Anstrich in Rot.
Rund 60000 Euro
kostet die Sanierung
Im Stadtrat teilte der Bürgermeister Peter Kloo jetzt mit, dass diese Arbeiten knapp 47000 Euro kosten – insgesamt belaufen sich die Kosten der Sanierung auf etwa 60000 Euro. Erstmals wird das 1924 von der Spinnerei aufgestellte Denkmal komplett saniert, so Meixner. Nach 95 Jahren „war es höchste Zeit“, sagt Andreas Meixner.
Denn im Vorfeld habe es viele Diskussionen im Stadtrat gegeben: Soll man es verfallen lassen – sodass auch gezeigt wird, dass der Krieg lange her ist, beispielsweise. Experten haben Bestandsaufnahmen gemacht. Denn das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege hat das Mahnmal auf die Denkmalliste gesetzt.
Bodenplatte
ersetzt Sockel
Neben dem Denkmal müssen allerdings auch vier Sockel erneuert werden. Sie sind im Boden eingelassen und tragen die Säulen des Denkmals, das auf locker gelagertem Kies steht. Der Untergrund ist also nicht der festeste: Deshalb sind zwei Säulen bereits eingesunken –das Denkmal sackt zu einer Seite hin ab.
Um dem künftig entgegenzuwirken, soll anstelle der Sockel eine große Bodenplatte in die Erde eingelassen werden. Das war die Empfehlung eines Statikers, den die Stadt beauftragt hatte. Anfang September sollen die Fundamente gegossen werden, Ende September könnte das Denkmal saniert sein. Mitte Oktober soll es dann frisch hergerichtet wieder an seinem Platz an der Ludwigstraße aufgebaut werden. Als nächstes sollen die Gedenkplatten vor dem Mahnmal entfernt werden. Die Namen der gefallenen Soldaten sollen auf Stahlplatten gebracht werden. Diese Platten sollen in den sichtbaren Kammern der Friedhofsmauer integriert werden. Derzeit ist dort eine Platte zur Ansicht angebracht.