Leserforum

„Waldkindergarten, aber ohne Waldzerstörung“

von Redaktion

Leserbrief zum Artikel „Blockhäuser für naturnahen Kinderkarten“ im Lokalteil:

„Waldkindergarten, aber ohne Waldzerstörung: Naturnahe Waldflächen sind für den Klimaschutz von größter Bedeutung und sollten erhalten und geschützt werden. Warum die Stadt Kolbermoor in einem derartigen Waldgrundstück am östlichen Ende der Hölderlinstraße gerade für einen naturnahen Kindergarten Bäume fällen und Flächen versiegeln möchte, kann der Bund Naturschutz nicht nachvollziehen.

Denn ein Waldkindergarten kann auch ohne die Zerstörung von etwa 3000 Quadratmetern geplant werden.

Südlich dieses Wald-grundstücks, für das die Flächennutzungsplanänderung erfolgen soll, ist beispielsweise ein weiteres Grundstück im Besitz der Stadt Kolbermoor auf dem sich ein wenig genutzter Tennisplatz befindet.

Auf dieser bereits versiegelten Fläche –etwa 1800 Quadratmeter –könnten die benötigten Blockhäuser aufgestellt werden, ohne dass wertvolle Waldvegetation mit Parkplätzen, Fundamenten und Wegen überbaut wird.

Die Kindergartenkinder hätten dann sogar den Vorteil eine stadteigene Waldfläche im Norden und einen bestehenden großzügigen Spielplatz mit direktem Zugang im Süden nutzen zu können. Wenn aber, wie geplant, die Waldfläche in ein Sondergebiet umgewandelt und Blockhäuser mit Strom und Heizung, sowie einer Sanitäranlage gebaut werden sollen, dann ist dies ohne großflächige Naturzerstörung nicht machbar.

Deshalb muss laut Um-weltbericht eine Aus-gleichsfläche geschaffen werden, die mindestens 2268 Quadratmeter groß ist. Hinterfragt werden sollten auch die Parkplatzsituation und die Energiebilanz der geplanten Einzelblockhäuser, die im Winter beheizt werden sollen.“

Katharina Meidinger

Kolbermoor

Artikel 3 von 6