Leserforum

Tennisplatz wäre besser geeignet

von Redaktion

Leserbrief zum Artikel „Blockhäuser für naturnahen Kindergarten“ im Lokalteil:

Der Bebauungsplan 3d „Waldkindergarten an der Hölderlinstraße“ ist derzeit im Rathaus ausgelegt (bis 26. Juli) und die Öffentlichkeit kann sich beteiligen und Bedenken vortragen. Ich habe mir das Gelände genauer angeschaut; in dem Bereich des Biotops Nr. 818-0060-001 kommt man kaum rein, denn es liegt viel Altholz am Boden, die Moor-Torfschicht gibt so nach, dass man teilweise einsinkt, überall laufen Ameisen und andere Käfer herum und Zecken hängen sofort an der Kleidung.

Ich frage mich, wie man in diesem Gelände und drum herum Wasser, Abwasser, Strom „naturnah“ verlegen will, wie es der Umweltbericht fordert. Weil in diesem Wald unbedingt „naturnah“ gebaut werden soll, muss für 60 Prozent der Fläche – 2268 Quadratmeter – Ersatz beschafft und „ökologischer“ gemacht werden. Ist das logisch? Und ich frage mich, wie lange so ein Kindergarten mit Stechmücken und anderen Tierchen aufrecht erhalten werden kann! Und wie der Bring-/Holdienst – mindestens 20 Autos zweimal täglich – in der Hölderlinstraße funktionieren soll.

Nebenan gibt es einen stadteigenen Tennisplatz, der so gut wie nie genutzt wird. Der wäre, weiß Gott, besser geeignet. Zu verstehen ist das Ganze nur, wenn das Etikett „Waldkindergarten und naturnah“ der Schlüssel für mehr Baurecht werden soll.

Else Huber

Kolbermoor

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