Bürgerinitiative fordert Mitspracherecht

von Redaktion

ratsbegehren Krematoriums-Gegner und Stadt nächste Woche an einem Tisch

Kolbermoor – Das Krematorium schlägt weitere Wellen: In der nächsten Woche setzen sich die Bürgerinitiative (BI) „Gegen den Bau eines Krematoriums“ und Vize-Rathauschef Dieter Kannengießer an einen Tisch – Bürgermeister Peter Kloo ist derzeit im Urlaub. Ziel der Stadt ist es „von Angesicht zu Angesicht den Ablauf zu besprechen“, so Kannengießer zum Mangfall-Boten.

Die Bürgerinitiave begrüßt das Treffen, denn „wir warten seit Wochen auf einen Termin“, so Robert König von der BI. „Wir erwarten ein konstruktives, sachliches und offenes Gespräch.“ Aber König und vier weitere Gegner haben eine Forderung im Gepäck: „Wir wollen Mitsprache bei der Fragestellung des Ratsbegehrens“, erklärt König.

Stellt sich zwangsläufig die Frage, warum sie ein Ratsbegehren gefordert haben und kein Bürgerbegehren auf den Weg gebracht haben. „Vielleicht waren wir zu naiv und haben gedacht, wir können mitreden“, sagt König.

Sollten sie kein Mitspracherecht bekommen, werden „wir Unterschriften sammeln, um ein Bürgerbegehren zu initiieren“, so König. Um so ein Bürgerbegehren auf den Weg zu bringen, benötigt die BI etwa 1200 Unterschriften wahlberechtigter Kolbermoorer.

Die Bürgerinitiative möchte, dass die Fragen sinngemäß lauten „Möchten Sie, dass ein Krematorium am Neuen Friedhof/Am Rothbachl gebaut wird?“, des Weiteren: „Sind Sie mit einem Krematorium in Kolbermoor einverstanden, das mehr als einen Kilometer Abstand zur Wohnsiedlung hat?“ und „Sind Sie dafür, dass ein Krematorium in Kolbermoor mehr als um die 1000 Verbrennungen durchführen darf?“

Kein Mitspracherecht,

dann Bürgerbegehren

Kannengießer geht von einer Frage aus, die die Änderung des Bebauungsplans beinhaltet – nach dem Motto: „Kann der Bebauungsplan so geändert werden, dass eine Feuerbestattungsanlage gebaut werden kann?“, erklärt der Zweite Bürgermeister. Und: „Mitsprache bei der Fragestellung hat der Stadtrat – nicht die Bürgerinitiative.“ Angedacht sei seitens der Stadt eine Podiumsdiskussion, bei der Bürgermeister, Investor und auch Vertreter der Bürger-Initiative zu Wort kommen sollen. Im Herbst könnte das Ratsbegehren stattfinden, so Kannengießer. Hat der Kolbermoorer Bürger entschieden – entweder pro oder contra, erst dann steige man ins Verfahren ein – oder eben nicht.

Stammtisch am 18. Juli

Die Bürgerinitiative „Gegen den Bau eines Krematoriums“ hat jetzt einen „Offenen Stammtisch“ ins Leben gerufen: Erstmals lädt die BI am Donnerstag, 18. Juli, ab 19 Uhr zum Brückenwirt. „Dort können sich die Bürger informieren und austauschen“, sagt Robert König.

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