Gastronomie derzeit vom Tisch

von Redaktion

Gasthof zur Post Pächter springt Investor ab – Gemeinsame Suche nach Lösung

Kolbermoor – Wie es mit dem Hotel „Gasthof zur Post“ in Mitterhart weitergeht, steht noch in den Sternen. Eigentlich sollte dort eine Gastronomie realisiert werden, obendrein auf dem Parkplatz ein Hotel gebaut werden – beides sollte sich ergänzen. Diese Pläne sind derzeit vom Tisch. „Denn der Pächter hat dem Investor abgesagt“, sagte Thomas Beer von der Bauverwaltung im jüngsten Bauausschuss.

Möglichkeiten

werden ausgelotet

Aber wie geht es jetzt weiter? Der Investor habe angefragt, ob eine Pflege- beziehungsweise Betreuungseinrichtung oder eine Hotelanlage denkbar wäre. „Beide Nutzungen setzen aus wirtschaftlichen Gründen eine gewisse erforderliche Anzahl von Betten, beziehungsweise Zimmern voraus“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Kurz: Der Bau auf dem Parkplatz würde groß werden.

Stadt hat

Planungshoheit

Davon bekamen die Bauausschussmitglieder einen Eindruck anhand einer Skizze – Höhe 13,2 Meter, vier Etagen. „Eine massive Kubatur“, so Beer. Dagmar Levin (SPD) bezeichnete es als „Klotz“. Obendrein wolle sie ein Hotel, „schließlich brauche man auch für ein Hotel eine Gastro“. Das forderte auch Caroline Schwägerl (Grüne) – „ein Altenheim passt nicht“.

In einem Punkt war sich das Gremium einig: Es will ein Hotel und Gastronomie – „schließlich ist das hier kein Wunschkonzert“, so Levin. Dem stimmte auch Dieter Kannengießer (Parteifreie Kolbermoor) zu. Es müsse vorwärts gehen. Aber: „Mitterhart soll sich vernünftig entwickeln.“ Man dürfe die Mitterharter nicht überfordern.

Treffen mit Fraktionen

anvisiert

Beer erklärte, dass die Planungshoheit bei der Stadt liege. Kurz: Sie bestimmt, was gebaut wird oder eben nicht. Sebastian Daxeder (CSU) schlug vor, den Investor nach Ideen zu fragen, denn Beer sagte im Vorfeld, dass der Investor bereits angefragt habe, was sich die Stadt dort vorstellen könne. Dem schlossen sich auch die anderen Gremiumsmitglieder an. Kerim Bacak (Parteifreie Kolbermoor) sagte: „Wollen wir es bei dem jetzigen Zustand belassen oder wollen wir eine Änderung?“ Deshalb drängte auch er auf ein Treffen mit dem Investor.

Fragen über Fragen, die man ohne den Investor nicht abklären könne. Deshalb entschied man sich zu einem Treffen samt der Fraktionsvorsitzenden und dem Investor. Wann es stattfinden könne, steht noch nicht fest: „Aber sicher nicht im August. Denn es sollten ja alle vor Ort sein“, so Kannengießer. Deshalb schlug Levin augenzwinkernd eine „Doodle-Liste“ für die Terminabstimmung vor.

Derzeit ist in dem Gebäude an der Gehrerstraße eine Shisha-Bar untergebracht – das habe die Stadt als Zwischennutzung genehmigt, obendrein sollen dort rund 50 Mieter wohnen (wir berichteten). Der Parkplatz ist an die Wäscherei Stangelmayer vermietet.

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