Kolbermoor – Das Gebäude des Kolbermoorer Heimatmuseums steht seit 1922 an seinem Platz – zunächst wurde es allerdings als Postgebäude genutzt. Das ist lange her. Seit 1998 ist dort das Heimatmuseum untergebracht – mit hunderten Objekten. Sie reichen von Postkarten über Torfwerkzeuge bis zum größten Objekt der Schmalspurbahn. Wie viele Stücke es genau sind, kann Museumsleiter Stefan Reischl nicht sagen: „Es sind einfach zu viele.“ Obendrein seien bisher nicht alle erfasst.
Ein Teil der Objekte sind im Keller untergebracht – er dient quasi als Depot. Auf der Südseite lagern Dokumente. In den beiden Räumen an der Nordseite sind beispielsweise Werkzeuge und ein Küchenbüfett verstaut. Dort stehen sie allerdings auf Tischen – zwecks der Nässe, die bisher immer wieder bei Starkregen eingedrungen ist, erklärt Reischl. Denn die Kellerwand sei seit Jahren undicht.
Kellerwand
neu gedämmt
Sie wurde jetzt im Zuge der Bahnhofssanierung allerdings neu gedämmt: Zunächst wurde Erde abgetragen, dann die Mauern mit Hochdruckreiniger gesäubert, so Jörg Reinheckel vom Bauamt. Anschließend wurde die Wand neu verputzt, sodass eine ebene Fläche entsteht. Dann wurde eine Dämmung aufgesetzt.
Heizöltank soll ausgebaut werden
Stefan Reischl ist glücklich, denn bisher „sei dort massive Feuchtigkeit eingedrungen“, erklärt er auf Anfrage unserer Zeitung. Wie oft er die Böden trocknen musste, kann er gar nicht sagen, denn es kam des Öfteren vor –„insbesondere in den Sommermonaten“. „Es kann bloß besser werden“, sagt er. Aufgrund der eindringenden Nässe haben in den beiden Kellerräumen an der Nordseite des Gebäudes auch keine empfindlichen Dokumente, wie Karten, Briefe und Urkunden lagern können. Dort bewahrt Reischl nur Werkzeug, wie beispielsweise Torfstecher, auf. Die seien eben nicht so anfällig. Durch die Neuerungen öffnen sich für Reischl ganz neue Lagermöglichkeiten: Denn die Kolbermoorer bringen immer wieder Objekte ins Museum. „Wir nutzen die Kellerräume quasi als Depot“, erklärt er.
In Kürze folgt der zweite Schritt, diesmal auf der Südseite: Zum einen der Heizraum, zum anderen der Heiztankraum, erklärt er. Der Heizöltank werde ausgebaut, denn das Museum werde an das Wärmenetz des Kolbermoorer Bahnhofs angeschlossen – starten soll die Maßnahme im Herbst. Auch dort entstehen dann ganz neue Lagermöglichkeiten.