Kolbermoor – An welchem Tag der erste Kaffee oder Tee über den Tresen des Cafés im frisch sanierten Bahnhof gereicht wird, steht noch nicht fest. Fest steht aber, dass die Kolbermoorer Pächterin Evelyn Caggiano des Tagescafés „Gleis 2“ die Schlüssel Anfang August überreicht bekommen soll. Fest steht auch, dass der Kolbermoorer Bahnhof am 8. September offiziell eröffnet wird.
Lichtschalter
„eine Spielerei“
Saniert wird das Gebäude seit 2015 – und das in ganz großem Stil: Die Außenmauern sind geblieben, das Gebäude wurde entkernt –bis auf ganz wenige Ausnahmen. Dazu gehören die ovale historische Treppe, die in neuem Glanz erstrahlt sowie ein kleiner, weißer Lichtschalter – „eine Spielerei“, sagt der zuständige Ingenieur der Stadt, Jörg Reinheckel, und lacht. Der Schalter ist gleich neben der Tür, die in den Keller führt. Einer zum Drehen – wie aus der Zeit gefallen. Geblieben ist aber auch eine Wand aus Backsteinen, sie fügt sich in das helle Tagescafé ein. „Wir wollten halt den Stil und die Substanz erhalten“, sagt er.
Fenster geben
Gebäude ein Gesicht
Besonders hervor hebt Reinheckel die Fenster: Sie sind nagelneu, allerdings samt der Sprossen erinnern sie an die ursprünglichen Fenster. Auf historischen Aufnahmen sind diese Sprossenfenster am Bahnhof auch zu sehen. „Jetzt hat das Gebäude wieder ein Gesicht“, sagt Reinheckel und zeigt auf Fenster im Nachbarhaus, die kleiner sind und gedrungen wirken.
Ein weiteres Element sind die Trägerelemente aus Stahl, die sich durch den kompletten Eingangsbereich ziehen – auch im Café tauchen sie auf. Das ist fast fertig, nur die Stühle sind noch nicht da – die Kaffeemaschine auch noch nicht. Aber sie wird kommen. Der Raum ist etwa 140 Quadratmeter groß – 40 Sitzplätze soll es geben, im Außenbereich des Cafés sollen weitere 15 bis 20 Bürger Platz nehmen können. „Wir treffen uns auf einen Kaffee im Bahnhofs-Café“ könnte es dann bald heißen und einen weiteren Treffpunkt geben.
Eine Etage höher zieht das Bayerische Rote Kreuz ein. Wenn es so weit ist, wird gepackt, geräumt und sich eingerichtet. Um das Gebäude kümmert sich dann der Kolbermoorer Bauhof: Technik, Heizung und Co. werden seitens der Bauhof-Mitarbeiter betreut. Sie werden derzeit eingewiesen, erklärt er.
Ordentlich geackert wird derzeit noch im Außenbereich: Der Boden wird ebenerdig gemacht, dann wird asphaltiert. Bis September ist alles fertig? Reinheckel ist sich ganz sicher: „Das klappt.“ Bäume werden „eingefasst“, zum Beispiel die alte Linde, die erhalten werden konnte und zwischen Gebäude und Fahrzeughalle steht.
„Das sind alles Vorabreiten für die Asphaltierungsarbeiten“, erklärt Reinheckel. Auf der Rückseite des Gebäudes, quasi vom Wintergarten des Cafés zur Fahrzeughalle, werden noch Gehwegplatten verlegt – auch das wird bis September fertig sein.