Kolbermoor –Angefangen hat Susanne Hubers (33) Ehrenamt in der Abteilung Fußball des SV-DJK Kolbermoor vor elf Jahren. Mit dem Verein war sie von Kinderbeinen an verbunden. Ihr älterer Bruder hat in Kolbermoor das Fußballspielen gelernt, so war sie bereits als kleines Mädchen jedes Wochenende auf dem Fußballplatz.
Sie selbst hat in der Damenmannschaft des SV-DJK Kolbermoor Fußball gespielt, die sie im Jahre 2006 mitgegründet hat. Dort lernte sie ihren jetzigen Ehemann kennen. Auch ihr Vater war schon ehrenamtlich für den Verein tätig als Trainer später auch als Jugendleiter. „Wahrscheinlich wurde mir das Ehrenamt in die Wiege gelegt.“
Im verantwortlichen
Bereich seit 2008
Nach ihrer aktiven Zeit hat sie in den verantwortlichen Bereich gewechselt und die Abteilungsführung organisatorisch unterstützt. Im Jahr 2008 fing sie als Schriftführerin an, schrieb Protokolle, unterstützte den Schriftverkehr der Abteilungsleiter.
Hinzugekommen ist ihr Engagement im Organisations-Team, welches für die Veranstaltungen, beispielsweise Faschingsball, Pappnasentag- und Bürgerfest verantwortlich war. Mit den Jahren kamen für die zweifache Mutter dann immer mehr Bereiche dazu. Unter anderem die Gestaltung der Homepage, Mitgliederverwaltung der Fußballabteilung, Passwesen.
Nach der Geburt ihres ersten Sohnes hat sie sich etwas zurückgezogen und einige Verantwortungsbereiche abgegeben. Trotzdem sagt sie ganz deutlich: „Ganz aufgegeben wollte ich mein Ehrenamt und meine Unterstützung in der Fußballabteilung nicht – dazu lag mir die Fußballabteilung noch zu sehr am Herzen.“
Das Ehrenamt ist für Huber eine Leidenschaft: „Man knüpft neue Kontakte – lernt neue Menschen kennen, man redet bei Entscheidungen mit, äußert Meinungen und Bedenken. Die Erfolge des Vereins, wir konnten etwas bewegen, das gefiel mir. Ein Teil davon zu sein, wissen wofür man so viel Zeit, Kraft und teilweise Energie aufbringt, das war einfach ein schönes Gefühl. Ich habe durch meine ehrenamtliche Tätigkeit so viele nette Menschen kennengelernt. Und auch für mein Leben viel mitgenommen.“
Dennoch wollte Susanne Huber nach der Geburt ihres zweiten Sohns ganz aufhören, da sie vom Vereinsleben nur noch wenig mitbekommen hatte. Sie kannte niemanden mehr – die Abteilung hatte sich in ihren Augen verändert. Sie stellte sich die Frage: „Schaffe ich den zusätzlichen Zeitaufwand mit zwei Kindern noch, ist es mir das wert?“ Letztendlich war es dann ein langjähriger Freund, den sie durch die die Fußballabteilung kennenlernte, der sie zum Weitermachen motivierte.
Huber bereut ihre Entscheidung nicht: „Ein Verein lebt vom Ehrenamt, wenn jeder engstirnig denkt wird es bald ein Vereinssterben geben.“ Also machte sie weiter, ist wieder für die Organisation und Mitgliederverwaltung zuständig gewesen, half dort mit, wo sie gebraucht wurde.
Mittlerweile ist auch Hubers Mann ehrenamtlich in der Abteilung tätig. Huber hofft auch noch ihren Vater überzeugen zu können, wenn eines der Enkelkinder vielleicht irgendwann mit dem Fußballspielen anfängt.
Susanne Huber lebt für die Fußballabteilung des SV-DJK, das wird schnell sehr deutlich: „Ehrenamt bedeutet für mich gemeinschaftlich etwas bewegen, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt. Mein Ehrenamt im Sportverein hat mir auch beim Ehrenamt im Elternbeirat geholfen. Eine absolute Win-Win-Situation quasi.“