Leserforum

„Niemand fühlt sich belästigt“

von Redaktion

Zur Berichterstattung Krematorium in Kolbermoor im Lokalteil:

„Die Empfehlung der Bürgerinitiative habe ich befolgt und bin ohne Termin nach Traunstein zum Krematorium gefahren, damit die Anlage nicht ,manipuliert‘ werden kann. Zusätzlich habe ich bei den Anwohnern des Krematoriums nachgefragt, ob sie die Anlage stört, ob sie von Rauch oder Gerüchen belästigt werden. Niemand der Befragten fühlte sich von dem Krematorium belästigt. Ich selbst habe keinen Rauch gesehen, geschweige denn schwarzen Rauch. Auch eine Geruchsbelästigung war nicht wahrzunehmen. Die Öfen halten mindestens Temperaturen bis 1500 Grad aus, sodass auch übergewichtige Personen eingeäschert werden können.

Nach Auskunft des Anlagenherstellers wird Quecksilber zum größten Teil durch die Filtermedien ausgefiltert, der Rest geht durch den Kamin in die Luft. Mehr Quecksilber fällt in Kohlekraft- und Zementwerken an, als in Krematorien. Den Anspruch, nicht populistisch zu sein, konterkariert die Bürgerinitiative durch ihre Plakate. Beispiel: ,Störfall = Regelfall‘. Ein Störfall ist nicht die Regel! In Traunstein gab es einen Störfall, als ein Bagger ein Stromkabel beschädigte, er blieb ohne Folgen, da das Notstromaggregat sofort ansprang.

,Industrielles Krematorium‘, ,Störung der Totenruhe‘: Von einer industriellen Arbeitsweise kann keine Rede sein, da auch bei 7000 Einäscherungen pro Jahr die Arbeit in einem pietätvollen Rahmen vorgenommen wird. Das Argument ,Krematorium ja, aber nicht in Kolbermoor‘ hört sich nach dem Floriansprinzip an. Und: Jede Ofenlinie der Firma FBSO wird nach Herstellerangaben, den ich kontaktiert habe, zweimal im Jahr gewartet.“

Holger Mairoll

Kolbermoor

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