Floriansjünger packen schon Kisten

von Redaktion

Feuerwehr Kolbermoor Sanierung startet im September – Fertigstellung Herbst 2021

Kolbermoor – Mitte September geht es los: Ab da wird das rund 30 Jahre alte Feuerwehrhaus an der Hasslerstraße komplett saniert. Vom Keller bis unters Dach – und das in zwei Bauphasen: Zunächst knöpfen sich die Arbeiter den östlichen Teil des riesigen verwinkelten Gebäudes vor. Dort sind jetzt beispielsweise Büros – auch das von Kommandant Franz Wudy und dessen Stellvertreter Armin Hörl. Die beiden teilen sich derzeit ein Büro. Noch. Zum einen, dass sie es sich teilen, zum anderen diesen Raum.

Aus Büro wird

Jugendraum

Denn in das jetzige Büro kommt der Jugendraum – „es wird also verjüngt“, sagt Wudy und lacht. Die groß angelegte Maßnahme, inklusive Sanierung der Turnhalle, kostet rund 8,5 Millionen Euro. Aber die Sanierung ist dringend notwendig: „Es ist höchste Zeit“, sagt Wudy.

Putz bröckelt,

es regnet rein

So regnet es beispielsweise in die Fahrzeughalle, am Boden sind Fliesen locker und es zeigen sich Risse. Direkt daneben sind im Waschmaschinenraum Risse an der Wand, im Keller bröckelt der Putz von den Wänden, im Dachgeschoss ist nahezu keine Dämmung. Obendrein ist der Aufzug viel zu klein – und nach zwei Seiten hin offen. Schiebt beispielsweise der Gerätewart die fahrbare Kiste samt Schläuchen in den Keller, um sie zu waschen, steht er eng an die Fahrstuhlwand gepresst.

Des Weiteren sei vieles einfach nicht mehr zeitgemäß: So befinden sich die Spinde der Aktiven an den Innenwänden der Fahrtzeughalle, die Umkleiden sind nicht nach Männern und Frauen getrennt. Was? „Naja, damals gab es keine Frauen bei der Feuerwehr“, sagt Wudy. Das hat sich geändert und deshalb werden beispielsweise die Umkleiden, Wasch- und Duschräume neu gestaltet und versetzt.

Obendrein wird der Turm, in dem die rund 400 Schläuche der Feuerwehr getrocknet werden, abgerissen – anstelle dessen soll dort ein Treppenhaus entstehen. Auch die Wohnung des Gerätewarts wird versetzt –sie kommt ins Dachgeschoss. Dort stehen viele Räume leer – ein Teil dient aktuell für Übungszwecke für die Aktiven. Auch dieser Bereich soll erneuert und ausgebaut werden.

Fast unvorstellbar, dass die Sanierung während des laufenden Betriebes vonstatten gehen soll. „Es wird gehen“, ist Wudy sicher. Zunächst müssen die Aktiven in punkto Sanierung informiert werden, schließlich ist vieles nicht mehr am üblichen Platz. Ein Beispiel sind dabei die Zugänglichkeiten – wie kommt man am schnellsten künftig von A nach B?

Außerdem: Vieles muss ausgelagert werden. Deshalb packt die Feuerwehr Kisten – beispielsweise Ordner, das Archiv und Co –auch das historische Löschgerät, dass vor Wudys Büro steht. „Anders geht es nicht.“ Und wenn alles nach Plan der Verantwortlichen läuft, ist das Kolbermoorer Feuerwehrhaus im Herbst 2021 fertig.

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