Zur Berichterstattung „Krematorium in Kolbermoor“ im Lokalteil:
Ich empfehle vor allem Gegnern des Krematoriums, aber auch den Befürwortern, macht Euch selbst ein Bild vor Ort. Dann habt Ihr belegbare Fakten und seid nicht auf Panikmache angewiesen. Fahrt unangemeldet in die Wasserburger Straße 96 nach Traunstein und lasst Euch das Krematorium zeigen. Fragt auch bei den Anwohnern, die in der Nähe wohnen, ob die Anlage stört, stinkt oder qualmt. Macht euch kundig bei dem Hersteller der Ofenanlage unter: www.heiniche-gmbh.de oder schreibt an die Firma Eure Fragen: info@heinicke-gmbh.de. Die eigene Information aus erster Hand ist die bessere Information.
Lieselotte Mairoll
Kolbermoor
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Am 20. Oktober sollen also die Bürger entscheiden, ob der Stadtrat das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes für das Stadtgebiet und der bisher geltenden Festsetzung im Teilbebauungsplan Nr. 61 für die Sport-Erholung-Friedhofsfläche im Gebiet zwischen Rackermoos- und Rothbachlstraße einleiten soll oder eben nicht, damit im Friedhof ein Krematorium nach den Vorstellungen der Firma EHG-Dienstleistungen GmbH gebaut werden kann. Dies zur Frage nach „Pietät“.
Als im Jahr 1919 in Bayern der Freistaat – die Republik – ausgerufen war, wurde Karl Unsinn zum Ersten Bürgermeister gewählt (bis zum Jahr 1928). Neben anderen bedeutsamen Entscheidungen, unter anderem gemeindlicher Wohnungsbau, Kriegerdenkmal, erhielt in seiner Amtszeit der heutige „Alte Friedhof“ seine bis heute geltende Struktur, eingeschlossen das Leichenhaus. Seit seiner Amtszeit gilt in Kolbermoor der Grundsatz „der Friedhof ist für alle Kolbermoorer“.
Will der Stadtrat diesen Grundsatz jetzt für den „Neuen Friedhof“ aufgeben, wo Kolbermoor zum Wohnort –vielfach auch zur Heimat –für Menschen aller Religionen und Nichtreligiösen geworden ist?
Mit jetzt 1,5 Hektar gehört der „Neue Friedhof“ jetzt schon zu den kleinsten öffentlichen Friedhöfen in der Umgebung; eine Teilfläche daraus – wie groß eigentlich? – soll noch mit einem Erbbaurecht für das Unternehmen „Krematorium“ belastet werden. Der Charakter des Friedhofs würde durch das Krematorium von jedem Grab aus sichtbar verändert.
Den Gegnern der Änderung von Flächennutzungsplan und Teilbebauungsplan Nr. 61 Anerkennung für das bisher Veröffentlichte und bei den Zusammenkünften Gesagte, man kann sie nicht in die rechtsextreme Ecke abschieben; sie sind beste bürgerliche Mitte. Dem Mangfall-Boten Dank für die bisherige Berichterstattung.
Ludwig Reimeier
Kolbermoor