Zur Berichterstattung „Krematorium in Kolbermoor“ im Lokalteil:
Zum Leserbief der Herren Zirngast und Corwin ist zu bemerken, dass die BI mit einer Angst schürenden, polemischen und mit unsachlichen Argumenten der Bürger verunsichern will. Es gibt keine vom Krematorium Traunstein organisierte Veranstaltungen (Nachfrage in TS), auch stehe ich nicht auf der Lohnliste. Das ist also eine unhaltbare, wenn nicht bösartige Unterstellung.
Zum Drei-Schicht-Betrieb und zum „VW-Abgastest“ ist zu sagen, dass ich Anfang August um 23 Uhr nach Traunstein gefahren bin. Leider wurde im Krematorium nicht gearbeitet – wahrscheinlich wurde verdunkelt. So viel zur „Industrieanlage“. Die ersten Wohnhäuser sind dort etwa 75 Meter entfernt. Auf meine Nachfrage fühlte sich niemand belästigt.
Das Notstrom-Aggregat ist gekapselt und von außen nicht zu hören. Es springt Sekunden nach einem Stromausfall an. Der Schmelzpunkt von Stahl liegt bei 1400 Grad. Nur sind die Schienen, die den Sarg in den Ofen fahren, etwa 15 Sekunden der Ofenhitze ausgesetzt, da schmilzt kein Stahl!
Quecksilber wird, wenn man sich im Netz informiert, zu etwa 90 Prozent gefiltert. Es wird von Zahnärzten nicht mehr verarbeitet, das heißt, es wird weniger bei Kremierungen freigesetzt. Wieso haben Zahnärzte, die Amalgam verarbeiteten, überlebt? Das gleiche gilt für die Patienten.
Kraftwerke stehen natürlich nicht in Wohngebieten, es arbeiten aber Menschen dort, die belastet werden. Bleibt das Quecksilber über den Werken stehen? Oder treibt es der Wind nicht über Ortschaften? Fazit: Die Unsachlichkeit hat einen Namen: BI-Krematorium.
Hans Mairoll
Kolbermoor