Leserforum

Leichen nicht angekarrt, sondern pietätvoll überführt

von Redaktion

Leserbriefe zur Berichterstattung „Krematorium in Kolbermoor“ im Lokalteil:

Nun habe ich schon viele Argumente gegen das geplante Krematorium in unserer Stadt gelesen und gehört, aber noch keine wesentlichen, die für den Bau dieser Anlage am Rothbachl sprechen. Was haben die Bürger oder die Stadt denn an Vorteilen von diesem fragwürdigen Projekt?

Vielleicht habe ich etwas überhört, denn in meinem Alter kann ich auch nicht mehr an Versammlungen teilnehmen. Es sind doch wohl kaum die wenigen eigenen Bürger, die hier eingeäschert werden könnten. Wenn es aber aus irgendwelchen triftigen Gründen sein müsste, warum dann nicht an einem anderen Standort im Stadtgebiet?

Wäre es nicht viel besser, an das Ende des neuen Gewerbegebiets in Richtung Postverteilungszentrum zu denken, oder auf der anderen Seite der Staatsstraße hinter dem Bauhof?

Dorthin wäre ja eine Zufahrt über die ganz neue Westtangente doch viel einfacher für Auswärtige und Anwohner würden nicht so gestört.

Paul A. Rohkst

Kolbermoor

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Ganz egal, ob man nun pro oder contra eines Krematoriums in Kolbermoor ist. Die Wortwahl einiger Gegner ist erschütternd. Leichen werden nicht angekarrt und verheizt. Vielmehr werden sie pietätvoll überführt und eingeäschert.

Edith Papp-Mayle

Kolbermoor

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Liebe Kolbermoorer Bürgerinnen und Bürger, die Firma FBSO hat sich laut Aussage des Herrn Bürgermeister Kloo klar gegen einen anderen Standort im Bereich Kolbermoor ausgesprochen. Warum wohl?! Der geplante Standort im Neuen Friedhof, inmitten der Ihnen allen bekannten Nutzung, ist zwar für die Menschen im Umfeld ein ungeeigneter Standort, für die Firma FBSO aber der kostengünstigste und deshalb der für die Firma FBSO geeignetste.

Das ist aus Sicht der gewinnorientierten Firmenleitung zwar legitim, zeigt aber auch, dass sich mal wieder alles nur ums Geld dreht. Als Kolbermoorer Bürgerin und Bürger sollte man sich dem Wohl der Kolbermoorer Mitbürger und Mitbürgerinnen sowie der Lebensqualität im ganzen Stadtgebiet verpflichtet sehen und nicht den Gewinnen der Firma FBSO! Bindet bei Euren Gedanken auch die Toten und Ihre Angehörigen mit ein! Die Angehörigen haben ein Recht auf Ruhe und Besinnung!

Auch dies würde eine in mehreren Schichten arbeitende Verbrennungsanlage stark beeinträchtigen! Aus diesen Gründen appellieren wir an alle stimmberechtigten Kolbermoorer Bürgerinnen und Bürger!

Bitte nehmt am 20. Oktober Euer demokratisches Recht wahr und stimmt für die in Kolbermoor lebenden und arbeitenden Menschen und nicht für eine gewinnorientierte Verbrennungsanlage mit all ihren negativen Auswirkungen und Risiken für Menschen, Umwelt und Natur in unmittelbarer Nähe von Wohnbebauung, Kindergärten, der Pauline-Thoma-Schule, Sportplätzen, Restaurants und Geschäften! Für Ihre Unterstützung bedanken wir uns sehr herzlich!

Gerhard und Monika Fischer

Bad Aibling

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Die sprachlichen Entgleisungen der Initiative PRO Krematorium Kolbermoor sind absolut unterste Schublade. Unsere Sprecher der Bürgerinitiative werden persönlich angegriffen, weil sie unangenehme Wahrheiten ans Ziel befördern. Die Initiative PRO Krematorium Kolbermoor aber schreckt auch vor üblen Beleidigungen auf ihrer Facebook-Seite nicht zurück.

Da ist von einer „Hetzkampagne“ die Rede und von einer „Stimmungsmache vereinzelter Fehlgeleiteter“. Wenn 400 bis 500 Leute im Mareis-Saal „einzelne Fehlgeleitete“ sind, dann sollte der Autor/sollten die Autoren mal erst mal ihr Hirn in Betrieb nehmen, in Ruhe nachdenken und dann ihren Text schreiben. Man ist also „aggressiv“ und „ein Schreihals“, wenn man seine Meinung kundtut.

Wir leben nun mal in einer Demokratie mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung. Die Aussage, dass Kolbermoor mit dem Krematorium „zu einer noch schöneren Stadt“ geformt werden würde, ist dermaßen hanebüchen, dass mir direkt die Worte dafür fehlen.

Das passende Schlusswort hierfür: nicht jeder, der aus dem Rahmen fällt, war vorher im Bilde!

Gaby Weese

Kolbermoor