Kolbermoor – Leonhard Sedlbauer ist der Bürgermeisterkandidat, den die Kolbermoorer CSU jetzt ins Rennen schickt. Mit knapp 89 Prozent wurde der 22-Jährige bei der Aufstellungsversammlung gewählt (Bericht folgt). Im Mangfall-Boten verrät der angehende Realschullehrer, der sein Referendariat nach einem Jahr in Dachau ab Dienstag in Freilassing fortsetzt, was er anpacken möchte und wie er zum Krematorium steht.
Herr Sedlbauer, warum wollen Sie Bürgermeister von Kolbermoor werden?
Unsere Stadt befindet sich im Wandel, in vielerlei Hinsicht. Ich bin der Ansicht, dass ich nach 18 Jahren (Bürgermeister Peter Kloo ist seit 2002 Rathauschef, Anmerkung der Redaktion) dafür sorgen kann, den Wandel zu schaffen. Es ist Zeit für einen Neuanfang.
Was wollen Sie konkret anpacken?
Zum Beispiel die Innenstadt-Meile um die Rosenheimer Straße sowie die Querstraßen. Wir von der CSU würden mit den Geschäften in Kontakt treten, um gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Ich denke beispielsweise an eine tragfähige Gastronomie mit einem Saal, abseits des Mareis-Saals. Obendrein bin ich der Ansicht, dass Kolbermoor eine Realschule haben sollte – jede Stadt in Bayern, die über 18000 Einwohner hat, hat eine Realschule. Nur eine Stadt nicht und das ist Kolbermoor.
Wie stehen Sie zum Krematorium?
Ich bin grundsätzlich für ein Krematorium, aber ich lehne den Standort am Neuen Friedhof ab. Für mich ist es ein Wohngebiet, obwohl die Bebauung etwas entfernt ist. Ich bin der Meinung, dass ein anderer Standort, beispielsweise im Pullacher Gebiet nahe der Autobahn, sinnvoll wäre.
Sie sind noch sehr jung.
Man kann mein Alter nicht wegdiskutieren, aber am Schluss muss ich mit Inhalten überzeugen. Es heißt ja: die Politik soll sich verjüngen. Interview: Ines Weinzierl