Einander die Hände reichen

von Redaktion

Nachbarschaftshilfe möchte Besuchsdienst ausweiten

Kolbermoor – Alte Menschen aus der Einsamkeit befreien, mit ihnen sprechen, spazierengehen – aber auch für sie einkaufen: Das möchte die Nachbarschaftshilfe Kolbermoor im Rahmen der „Helfenden Hände“.

Derzeit werden rund zehn Senioren von ehrenamtlichen Helfern seitens des Vereins besucht. „Wir wollen das unbedingt ausbauen“, sagt Gabriele Endter von der Nachbarschaftshilfe. Kurz: Der Verein will die Hand reichen. Endter ist überzeugt, dass viele „einsame, alte Menschen“ in der Mangfallstadt leben. „Knapp 2000 Kolbermoorer sind über 75 Jahre alt – davon beziehen rund 50 Personen eine Grundsicherung“, erklärt Endter, die die Zahlen von der Stadt zur Verfügung gestellt bekommen hat.

„Ohne Hilfe von außen wird es für diese Menschen schwierig.“

Und genau da möchte Endter ansetzen: „Ein ehrenamtlicher Helfer kann den einsamen Menschen besuchen.“ Man könne reden, mal ein Spiel spielen und spazieren gehen. Außerdem könne den Senioren bei „Papierkram“ geholfen werden, Endter denkt beispielsweise an Pflege-Anträge.

Die Schwierigkeit sei nur, „an die Menschen heranzukommen“. Aufgrund des Datenschutzes gelange man nicht an die Personen. Deshalb hat Endter schon Kontakt zur Stadt aufgenommen – sie habe Sozialhilfeempfänger angeschrieben und auf das Angebot der Nachbarschaftshilfe aufmerksam gemacht. In die Schreiben setzte Endter ihre Hoffnungen: „Aber es hat sich niemand daraufhin bei uns gemeldet.“ Endter geht jetzt andere Wege: „Wir hoffen, dass Kolbermoorer uns einen Wink geben, sie können am ehesten einschätzen, wie es ihren Mitmenschen geht.“

Wer Hilfe benötigt oder Mitmenschen kennt, die einsam sind, soll sich bei der Nachbarschaftshilfe Kolbermoor für den Besuchsdienst unter Telefon 08031/ 93400 melden.

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