Leserforum

Geschmacklose Beleidigung und verbale Störung der Totenruhe

von Redaktion

Leserbrief zum Bericht „Einäscherung ist die letzte böse Tat“ im Lokalen:

Die Aussage des sogenannten Friedhofsexperten An-dreas Morgenroth, eine Einäscherung sei die letzte böse Tat im Leben eines Menschen ist eine Unverschämtheit und eine geschmacklose Beleidigung aller eingeäscherten Verstorbenen. Für mich ist dies eine verbale Störung der Totenruhe. Solche Worte dienen sicher nicht einer Versachlichung des Themas, wie der BI-Sprecher Robert König betonte. Herr König täte gut daran, sich öffentlich von der verabscheuungswürdigen Entgleisung des Herrn Morgenroth zu distanzieren. Ich sehe in Herrn Morgenroth keinen Friedhofsexperten, sondern lediglich einen Lobbyisten für Erdbestattungen, der den letzten Willen von Verstorbenen verhöhnt. Auch in dieser Diskussion die Klimadebatte und den CO2-Ausstoß zu bemühen, wie es auch Herr Raschke tat, ist eine Farce. Heutige Filtertechniken sind so gut, dass man nicht mehr von „Abgasen“ sprechen kann. Sonst müsste man ja auch unsere Rosenheimer Müllverbrennung sofort stilllegen. Über die Risiken einer Erdbestattung, wie das mögliche Einsickern von Leichengift ins Grundwasser, wurde natürlich nicht diskutieret.

Johann Pelzl

Kolbermoor

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