Sabine Seiffert ist Vize-Weltcup-Siegerin

von Redaktion

Mitglieder der Altschützengesellschaft Pullach bei Weltcup „Blasrohr Schießen“ erfolgreich

An zwei Tagen ging es um den Sieg: Sabine Seiffert (links) belegte mit 1159 Ringen den zweiten Platz – ihr Motto vor dem Start: „Dabei sein ist alles“.Fotos rose

Pullach – Sehr erfolgreich waren die beiden Starter der Altschützengesellschaft Pullach beim erstmals ausgetragenen Weltcup in Blasrohrschießen. Sabine Seiffert überzeugte bei ihrem ersten internationalen Wettkampf in der Kategorie Blasrohr Damen unter 38 Starterinnen mit dem zweiten Platz. Ihr Mentor, Trainer und Schwiegervater Erich Seiffert belegte unter 56 Teilnehmer in der Kategorie Herren Master den vierten Platz.

234 Blasrohrschützen zwischen sechs und 83 Jahren trafen sich beim „1. Krüger-Weltcup Blasrohr Scheibe“ auf der vom Bayerischen Sportschützenbund betriebenen Olympia-Schießanlage in Garching-Hochbrück. Die Teilnehmer kamen aus Deutschland, Frankreich, Spanien, Österreich, der Türkei, Algerien, Kroatien, Südkorea und aus den Vereinigten Staaten.

Eingeteilt in vier Startergruppen schossen die Teilnehmer an zwei Tagen je einen Wertungsdurchgang mit je 60 Pfeilen – zu erreichen waren 1200 Ringe. Es wurde auf Scheiben geschossen, wie sie auch beim Bogenschießen verwendet werden. Während die Scheibe in der Schüler-, Jugend- und Damenklasse fünf beziehungsweise sieben Meter entfernt war, waren es bei den Herren zehn Meter.

Jede Gruppe war etwa zwei Stunden an der Schießlinie, eine ganz schöne Herausforderung. Denn nur eine ruhige Hand und ein gutes Auge reichen bei dieser neuen Disziplin im bayerischen Schießsport nicht aus. Neben körperlicher Fitness ist auch volle Konzentration notwendig.

Für Sabine Seiffert war es die erste Teilnahme an einem solchen Wettkampf. Neugierig auf den Weltcup startete sie mit der Einstellung: „Dabei sein ist alles.“ Nach dem ersten Wettkampftag lag sie auf dem ersten Platz.

Am nächsten Tag gelang ihr eine saubere Passe (6 Pfeile) nach der anderen und so war sie bis zwölf Pfeile vor Schluss noch Führende in der Damenklasse. Allerdings musste sie sich am Ende mit 1159 Ringen doch noch der Gewinnerin Sabine Oswald (1163 Ringe) geschlagen geben. Drittplatzierte bei den Damen wurde die Französin Nadine Blaevoet mit 1152 Ringen.

Für Sabine Seiffert bedeutete ihr Ergebnis auch den vierten Platz unter allen Startern. Die Pullacherin ist damit quasi ein Shootingstar beim Blasrohrschießen und die Pullacher Altschützen haben jetzt eine „Vize-Weltcup-Siegerin 2019“ in ihren Reihen.

Seiffert zeigte bei den „alten Herren“ ebenfalls eine hervorragende Leistung: Mit 1152 Ringen belegte er den vierten Platz. Gewinner dieser Klasse wurde Jürgen Hartmann (1173 Ringen) vor Georg Bergmann (1162 Ringen) und Robert Maier (1159 Ringen), alles Starter für Deutschland. Für Erich Seiffert bedeutete sein Ergebnis im Gesamtklassement den achten Platz. Die neue Disziplin soll sich im Schießsport etablieren: Der Bayerische Sportschützenbund will im kommenden Jahr Bezirks- und Landesmeisterschaften im Blasrohrschießen durchführen. Infos unter www.altschuetzen-pullach.de. ur

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