Kolbermoor – Das Mahnmal am Platz vor dem Alten Friedhof ist zurück: Derzeit werden die frisch sanierten Einzelteile wieder an Ort und Stelle aufgebaut – in dieser Woche soll es fertig sein.
Die einzelnen Teile des Kriegerdenkmals waren in München und wurden dort auf Vordermann gebracht (wir berichteten). Der Zahn der Zeit nagte allerdings mehr an dem Denkmal, als zunächst angenommen, denn die Restaurierung kostet knapp 31500 Euro mehr, erklärte Bürgermeister Peter Kloo in der Bauausschusssitzung – „es ist eine Heidenarbeit“, so der Rathauschef. Bauamtsleiter Andreas Meixner erklärt auf Nachfrage: Die Kosten liegen knapp über 100000 Euro.
Nicht lesbar: Namen neu eingraviert
Grund dafür ist, dass das Mahnmal zunächst nur im stehenden Zustand von der Fachfirma auf Schäden untersucht werden konnte. In der Münchner Werkstatt, wo das Mahnmal in seinen Einzelteilen gesäubert wurde, seien laut Meixner viele Schäden aufgefallen. So seien beispielsweise die Steine innen gerissen. „Hier mussten umfangreiche Verpress- und Verspannarbeiten mittels Edelstahlankern durchgeführt werden.“
Nach der Reinigung sei auch aufgefallen, dass viele Inschriften gar nicht mehr lesbar waren. Mithilfe von Streiflicht und Namenslisten mussten rund 2800 Buchstaben neu in den Stein graviert werden. Darüber hinaus wurden auch die geschädigten Ornamente rekonstruiert – „dafür braucht es viel Fingerspitzengefühl“, so Bauamtsleiter Meixner. Obendrauf wird auch eine Schutzabdeckung auf dem Mahnmal gegen den Regen erfolgen, so Meixner. Die sieht man aber nicht.
Derzeit werden auch die Stahlplatten mit den Namen der gefallenen Soldaten in die Kammern der Friedhofsmauer gebracht. Als nächstes sollen dann die Gedenksteine vor dem Mahnmal entfernt werden, wann das sein wird, steht laut Bauamtsleiter Meixner noch nicht fest.