Kolbermoor – Der Vorsitzende der Parteifreien, Gerhard Schlarb, hat jetzt zur Herbstversammlung in den Stadlerbräu eingeladen. Kernthema war die Kommunalwahl. Zunächst wurde ein Stimmungsbild abgefragt, ob auch ein Bürgermeisterkandidat aufgestellt werden soll. Dies wurde deutlich bejaht. Der Vorstand wurde beauftragt, Gespräche mit den möglichen Kandidaten zu führen.
Fraktionssprecher und Vize-Bürgermeister Dieter Kannengießer berichtete über die Arbeit im Stadtrat. So lobte er die gelungene Fertigstellung des Bahnhofsgebäudes. Außerdem wies er auf Beschlüsse zum Fahrradkonzept und die Vorstellung zum Neubau der Bahnunterführung hin.
Stadtrat kam
Wünschen nach
Hinsichtlich der beiden Kolbermoorer Bürgerinitiativen (BI) äußerte Kannengießer, dass die Initiative zum Thema „Brenner-Nordzulauf“ die Bürger verbinde, dagegen die „Bürgerinitiative Nein zum Krematorium“ die Bürger spalte. Er unterstrich, dass er seine positive Entscheidung nicht hinterher infrage stelle, da er sich vorher mit dem Thema auseinandergesetzt habe. Er wies nochmals auf die Stadtratsbeschlüsse hin. Zum einen wurde dem Wunsch der BI nachgekommen, dass die Bürger abstimmen sollen. Zum anderen wurde wunschgemäß beschlossen, dass an keiner anderen Stelle in Kolbermoor ein Krematorium entstehen soll. „Jetzt entscheidet der Bürger und nicht der Stadtrat.“
Stadtrat Kerim Bacac bedauerte, dass der Wahlkampf in vollem Gange ist. Entscheidungen, die klar und deutlich in 2017 und im Mai 2019 zur Bauleitplanung an der Hölderlinstraße zum Naturkindergarten erfolgten, würden plötzlich infrage gestellt.
Stadtrat Stefan Reischl nahm selbst an der Begehung, zu der der Bund Naturschutz eingeladen hat, teil, kam aber zu keinem anderen Ergebnis. Die jetzt mit der Unteren Naturschutzbehörde und der Stadt abgesprochene Planung stellt wesentliche Verbesserungen für Anlieger gegenüber der Ursprungsplanung dar und soll nach Meinung von Reischl entsprechend ins Verfahren gebracht werden.
Nachgefragt wurde auch nach Wahlzielen, wie etwa eine weiterführende Schule. Hierzu wies Kannengießer in seiner Funktion als Kreisrat hin, dass dies eine Sachaufwandsaufgabe des Landkreises und nicht der Stadt ist. Vor der zuletzt gebauten Realschule für den westlichen Landkreis habe er damals einen Antrag für einen Standort in Kolbermoor gestellt. Dieser wurde zugunsten der Marktgemeinde Bruckmühl abgelehnt. Neue zu errichtende weiterführende Schulen für den Landkreis stünden mittelfristig nicht an, so Kannengießer.