Erstmals unter einem Dach

von Redaktion

BRK: Umzug ist vollbracht – Fahrzeuge sind auch da

Kolbermoor – Es ist vollbracht: Jetzt ist auch das Fahrzeug der Bereitschaft des Bayerischen Roten Kreuzes in der neuen Kolbermoorer Fahrzeughalle untergebracht. Bisher stand es in einer Behelfsgarage Am Graben, denn es hatten noch nicht alle einen Schlüssel für die Halle am frisch sanierten Bahnhof, erklärt Bereitschaftsleiter Rudi Scheibenzuber. Nun ist der Umzug komplett – dank des Fahrzeugs der Bereitschaft.

Helfer haben sich am
Bahnhof eingerichtet

Neben der Fahrzeughalle ist auch die erste Etage des Bahnhofs bezogen und eingerichtet – der erste Stock ist quasi in der Hand des BRK Kolbermoor. Geht man die Treppe hoch, ist links der Bereich der Rettungswache. Alles ist eingerichtet: Die Jacken hängen im Spind, das Bettzeug der Schlafzimmer ist bezogen. Denn die Hauptamtlichen sind am Wochenende auch 24 Stunden im Einsatz und von Sonntag bis Donnerstag von 6 Uhr bis Mitternacht.

Rechts ist der Bereich der ehrenamtlichen Bereitschaft. Rudi Scheibenzuber schließt die Tür auf. Er ist „sehr froh, dass wir hier ein neues Zuhause gefunden haben“, sagt er, „und dass das BRK Kolbermoor erstmals unter einem Dach ist“. Denn vorher war die Rettungswache in Containern untergebracht, die Bereitschaft in den Räumen einer ehemaligen Stehkneipe.

Im ersten Stock des Bahnhofs ist er mit seiner Mannschaft auf der rechten Seite. Dort befinden sich ein Büro, ein Gruppenraum samt Küche – „hier können wir uns treffen, Einsätze vor- und nachbereiten“, sagt er. 24 ehrenamtlich Tätige, die zwischen 18 Jahren und Mitte 70 Jahren alt sind, gibt es bei der Bereitschaft in der Stadt. Ein Drittel stammt aus Kolbermoor, der Rest aus Rosenheim, Großkarolinenfeld und Bad Aibling. „Man bleibt seinem Heimatort meist treu“, ist er überzeugt.

Die Ehrenamtlichen sind zuständig für den Blutspendedienst in der Adolf-Rasp-Schule, der mehrmals im Jahr stattfindet. Obendrein für den Sanitätsdienst – „wir sichern Veranstaltungen ab, etwa das Bürgerfest, Kirchweih und Fasching“. Außerdem engagieren sie sich beim Katastrophenschutz, „wie beim Hochwasser oder beim Zugunglück“. Durch das „Alle unter einem Dach“-Konzept können auch Synergieeffekte genutzt werden, beispielsweise die Ehrenamtlichen bei Rettungsdienstfahrten dabei sein, so Scheibenzuber.

Der Bereitschaftsleiter ist seit 45 Jahren beim BRK – und obwohl er in Schechen wohnt, engagiert er sich in Kolbermoor. „In Schechen gibt es kein BRK.“ Seine Motivation? „Am Ende meines Lebens möchte ich, dass ein Teil einen Sinn hatte“, sagt er und lacht. Die Mischung macht‘s. Vor allem mag er die Ausbildung anderer – „es ist schön anderen beizubringen, wie sie helfen können.“

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