Letzter Anstrich fürs Mahnmal

von Redaktion

Kriegerdenkmal Pünktlich fertig zum Volkstrauertag – jetzt kommen Bodenplatten

Kolbermoor – Es ist vollbracht: Das Mahnmal vor dem Alten Friedhof ist frisch saniert. Fast. Denn einige Buchstaben müssen nachgemalt werden, sagte Prof. Dr. Michael Pfanner von der zuständigen Firma Pfanner aus München, die für die Sanierung verantwortlich zeichnete, bei der Abnahme. Insgesamt ergeben rund 4000 Buchstaben die Namen der im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten, die das Mahnmal zieren. Nächste Woche sollen die letzten Feinheiten nachgebessert werden. Derzeit werden noch die Bodenplatten verlegt. Dann ist das rund 100 Jahre alte Mahnmal pünktlich zum Volkstrauertag am 17. November (siehe Kasten) fertig.

Besondere
Herausforderung

Rund 2800 Buchstaben der Namen waren nach der Reinigung der Steine nicht mehr zu entziffern. Mithilfe von Streiflicht und anhand von handgeschriebenen Namenslisten „wurde alles in mühevoller Kleinarbeit nachgearbeitet“, sagt Bauamtsleiter Andreas Meixner. Die Arbeiten stellten eine „besondere Herausforderung dar“, erklärt der Bauamtsleiter. Schließlich war es eine „Gradwanderung“, denn es sollte ja kein neues Denkmal entstehen, sondern das historische Mahnmal saniert werden. Und daher erkenne man eben auch, dass es 100 Jahre alt ist. Der Experte Pfanner erklärte bei der Abnahme übrigens auch, dass er so ein Mahnmal wie das in Kolbermoor nicht oft sehe und es etwas ganz Besonderes sei, erzählt Meixner.

Gedenksteine
werden noch entfernt

Als nächstes sollen die Gedenksteine auf dem Vorplatz entfernt werden. Auf ihnen sind die Namen der gefallenen Soldaten des Zweiten Weltkrieges verewigt. Diese Namen sind mittlerweile auf dem Stahltafeln in den Nischen der Friedhofsmauer angebracht. Die Gedenksteine sollen spätestens im Frühjahr entfernt werden. „Schließlich muss dafür mit schwerem Gerät angerückt werden.“ Im Zuge dessen können auch die Restarbeiten auf der Grünflache angegangen werden – „dann wächst der Rasen schnell wieder nach“. Die Sanierung des Mahnmals kostete rund 100000 Euro.

Aufruf zum Volkstrauertag

Heuer beteiligt sich das Vereinsortskartell am Sonntag, 17. November, an der Gestaltung des Volkstrauertages. Die örtlichen Vereine werden gebeten, sich mit ihren Fahnen zum Gedenken an die Gefallenen und Verstorbenen einzufinden. Alle Bürger sind ebenfalls eingeladen, an der Feierstunde am Ehrenhain vor dem alten Friedhof um 10 Uhr teilzunehmen. Aufstellung der Vereine zum Kirchenzug ist um 8.40 Uhr an der Rosenheimer Straße 14. Um 9 Uhr ist der Gottesdienst in der katholischen Stadtpfarrkirche „Hl. Dreifaltigkeit“ mit anschließendem Marsch zum Ehrenhain und Kranzniederlegung.

Artikel 3 von 9