Kolbermoor – Es ist vollbracht: Die rund 20 Holzhütten für den Christkindlmarkt sind einsatzbereit: Pünktlich zum Start des Christkindlmarktes, der morgen um 18 Uhr von Bürgermeister Peter Kloo und Giacomo Anzenberger vom Gewerbeverband eröffnet wird.
Eine Hütte steht
in 30 Minuten
Bis es allerdings so weit war, haben die sechs Mitarbeiter des Bauhofs, Abteilung Straßenunterhalt, ganze Arbeit geleistet. Alleine zehn Lkw-Ladungen waren vonnöten, um dem Kolbermoorer Christkindlmarkt sein typisches Gesicht zu verpassen. So haben die Männer zunächst die einzelnen Hütten anhand eines Planes sukzessive aufgebaut: „Eine Hütte besteht aus sieben Teilen – und in 30 Minuten ist sie aufgebaut“, erklärt Vorarbeiter Stefan Füllbier. Dann kommen Franz Redl und Franz Draxinger, die unter anderem für den Hüttenunterbau zuständig sind –„damit alles gerade ist und die Suppe nicht vom Teller läuft“, sagt Redl.
Werner Klinke ist der Herr der Schrauben – hier wird etwas befestigt, dort wird etwas angezogen. Christian Staudinger schleppt die künstlichen Tannen-Girlanden von Hütte zu Hütte – gemeinsam mit Füllbier werden sie unter anderem an der Front der Häuser befestigt.
Füllbier hält auch einen Zollstock in der Hand. Den braucht er. Denn die Hütten müssen in einem Abstand von einem Meter aufgebaut sein, erklärt er – wegen der Fluchtwege.
Die Auflagen für so einen Christkindlmarkt sind umfangreich: Sicherheit steht oben auf der Liste, so Albert Paukert vom Ordnungsamt. So müssen die Ausgänge beispielsweise frei und geradlinig sein, erklärt er. „Sodass eine Krankentrage hindurchpasst, falls etwas passiert“, so Paukert.
Außerdem müssen die Hütten drei Meter Abstand zum Rathaus haben, damit im Falle eines Brandes das Feuer nicht übergreift. Obendrein müssen die Holzhütten alle mit einem Feuerlöscher ausgestattet sein. Das und vieles mehr kontrolliert Paukert, bevor der Christkindlmarkt am Freitag um 17 Uhr eröffnet wird.
Und während des Marktes überprüfen die Mitarbeiter des Bauhofs dreimal die Woche, ob alles passt. „Zum Beispiel, ob der großen Tannenbaum noch fest verankert ist“, erklärt Vorarbeiter Füllbier. Falls nicht, werde nachgekeilt. Er kann sich noch gut an den Sturm vor drei Jahren erinnern: „Der hat damals die Holzdächer weggefegt.“ Die hat das Bauhof-Team dann schnell wieder repariert.
Am Tag nach der Vorsilvesterparty am 30. Dezember rücken Füllbier und seine Bauhof-Kollegen um 7 Uhr in der Früh an: Bis 17 Uhr muss alles abgebaut sein – wegen des Brandschutzes. Klar Silvester gibt‘s ja Feuerwerk.